Reifen-ABC von tyre-pool.de: Wichtige Begriffe rund um Autoreifen einfach erklärt

 

 Inaltsverzeichnis

ABE - Allgemeine Betriebserlaubnis nach Paragraph 10 StVZO)

Das Kürzel ABE steht für Allgemeine Betriebserlaubnis. In der ABE Ihres Fahrzeugs oder in entsprechenden Nachträgen finden sich alle Angaben zur serienmäßigen Bereifung. Dort stehen also reguläre Felgen- und Reifengrößen sowie weitere mögliche Größen, auf welche die Umrüstung ohne Probleme möglich ist.

Beachten Sie dass einige Kombinationen aus Reifen/Felgen Umbauten am Fahrzeug benötigen, die wiederum vom TÜV abgenommen und in den Fahrzeugschein eingetragen werden müssen.

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Abrieb

Beim Abrieb handelt es sich um den Verschleiß des Reifens, der durch das tägliche Fahren sowie beim Bremsen entsteht. Durch den Abrieb verringert sich die Profiltiefe des Reifens.

Anhand des sogenannten Abriebbilds Ihres Autoreifens kann ein Experte feststellen, ob Sie mit dem falschen Luftdruck fahren oder ob die Achsen bzw. das Fahrwerk falsch eingestellt sind. Empfehlenswert ist es deshalb, nach ca. 10.000 Kilometern eine Fahrwerkskontrolle inklusive der Räder durchzuführen. Prüfen Sie außerdem regelmäßig den korrekten Luftdruck, um für einen möglichst gleichmäßig Abrieb zu sorgen.

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Abrollgeräusch

Wenn ein Reifen rollt, verursacht das Profil beim Abrollen auf der Straße ein Geräusch, das in der Fahrgastzelle hörbar ist. Es wird in Dezibel gemessen und auf dem EU-Label angegeben. Die maximalen Abrollgeräusche werden im Innern des Fahrzeugs gemessen. Je geringer das Abrollgeräusch, desto angenehmer ist die Fahrt mit den Reifen. Unabhängig vom Abrollgeräusch des Reifens spielt auch die Geräuschdämmung des Fahrzeugs eine Rolle, wie stark die Reifengeräusche im Innenraum werden.

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Abrollumfang

Der Abrollumfang entspricht der Strecke, die ein Reifen zurücklegt, wenn er einmal mit der gesamten Fläche abgerollt ist. Demnach hängt der Abrollumfang von Durchmesser des Reifens ab.

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Achsvermessung

Bei einer Achsvermessung werden verschiedene Winkel der Achsen mit Hilfe elektronischer Geräte in der Werkstatt gemessen. Damit wird herausgefunden, ob die Reifen korrekt abrollen können und die Achsen symmetrisch sind. Je besser die Achsensymmetrie, desto besser ist das für den Verschleiß. Im Rahmen einer Achsvermessung werden Spur, Sturz, Spreizung, Spurdifferenzwinkel, Nachlauf und Lenkrollhalbmesse kontrolliert.

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Aquaplaning

Wenn der Nässefilm auf der Fahrbahn so hoch ist, dass das Reifenprofil keinen Grip mehr hat, spricht man von Aquaplaning. Zwischen Reifenoberfläche und Fahrbahn bildet sich dann ein glatter Wasserfilm. Um die Gefahr von Aquaplaning zu vermeiden, erhöhen die Hersteller das Negativprofil von Autoreifen. Deshalb verdrängen gute Reifen bereits viel Wasser.

Als Autofahrer können Sie Aquaplanung ebenfalls verhindern, wenn Sie auf ein ausreichendes Reifenprofil achten und die Geschwindigkeit bei Nässe reduzieren.

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Auswuchten

Damit Reifen rund laufen, muss jeder montierte Reifen ausgewuchtet werden. Dafür bringt der Automechaniker kleine Gewichte an der Felge an. Werden Reifen nicht ausgewuchtet, können Radlager, Radaufhängung und die Reifen selbst schneller verschleißen.

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Bodenhaftung

siehe Grip.

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Bordsteinparken

Um versteckten Reifenschäden und Haarrissen vorzubeugen, sollte man das Anprallen gegen Bordsteine vermeiden. Überrollen Sie Bordsteinkanten stattdessen langsam im rechten Winkel und stellen Sie den Reifen mit der kompletten Aufstandsfläche ab.

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Breitreifen

Breitreifen ist ein umgangssprachlicher Begriff für Autoreifen mit einer breiteren Lauffläche. Meist sind Reifen mit einer Flankenhöhe von 55 Millimetern oder kleiner damit gemeint, z.B. Sommerreifen 205/55 R16. Die Vorteile von breiteren Reifen liegen in der meist höheren Fahrstabilität und den verbesserten Lenkeigenschaften. Auch für hohe Geschwindigkeiten sind breite Reifen besser geeignet. Nachteilig sind Breitreifen dahingegen bei Aquaplaning, da sie eine größere Auflagefläche haben und mehr Wasser verdrängen müssen.

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Bremsweg

Der Bremsweg berechnet sich allgemein aus Geschwindigkeit /10 *(Geschwindigkeit /10).

Dabei wird die Strecke bezeichnet, die Ihr Auto vom ersten Bremsen bis zum vollständigen Stillstand benötigt.

Allerdings wird die Länge des Bremswegs von vielen weiteren Faktoren beeinflusst, wie der Fahrbahnbeschaffung, der Reifenmarke, dem Reifenprofil, den Felgen, der Bremsbeläge oder dem Gewicht des PKW.

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Bremsplatten

Bremsplatten bezeichnet die Stelle eines Reifens welcher durch ein blockierendes Rad sehr stark abgenutzt ist. Moderne KFZ verfügen über ein ABS welches zuverlässig ein blockieren der Räder bei einer Vollbremsung verhindert. Defekte Bremsen oder Radlager können jedoch in Ausnahmefällen die Räder blockieren.

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C-Reifen

C-Reifen werden überwiegend für Vans oder Transporter verwendet. Das Kürzel C steht für „Commercial“. Ist eine C-Bereifung im Fahrzeugschein festgeschrieben, dürfen nur C-Reifen verwendet werden.

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Cordfäden / Cordstränge

Die Karkasse eines Reifens wird aus feinen Cordfäden aus Kunstfaser gebildet. Diese „Rayon“ genannte Faser wird auch als Viskose bezeichnet. Von der Anordnung der Cordfäden von Wulst hängt die Bauart des Reifens ab. Sind sie schräg zur Laufrichtung angeordnet, heißen die Reifen Diagonalreifen. Bei einer Anordnung im 90-Grad-Winkel zur Fahrtrichtung wird von Radialreifen gesprochen.

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Diagonalreifen

Bei einem Diagonalreifen sind die Cordfäden schräg zur Fahrtrichtung angeordne.

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DOT / DOT-Nummer

Das Kürzel DOT steht für „Departement of Transportation“, der US-amerikanischen Verkehrsbehörde. Nach einem US-Gesetz müssen Reifen mit einem Code versehen werden, der das Fabrikationswerk, die Reifengröße, die Reifenausführung sowie das Herstellungsdatum enthält. Die letzte Ziffer des Codes bezeichnet das Jahr der Herstellung, die beiden Ziffern davor die Woche, in der der Reifen hergestellt wurde. Ursprünglich wurde die DOT-Nummer nur in den USA vergeben, hat sich jedoch als allgemein verbindliche Kennzeichnung für Reifen weltweit durchgesetzt.

Die Zahl 4516 am Ende der DOT-Nummer bedeutet demnach, dass der Reifen in KW 45 im Jahr 2016 hergestellt wurde. So lässt sich das Reifenalter

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ECE-Kennzeichnung

Die ECE-Kennzeichnung bedeutet, dass der entsprechende Reifen für die Nutzung und den Verkauf innerhalb der EU zugelassen ist. ECE steht für „Economic Commission for Europe“, der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen. Die ECE-Kennzeichnung befindet sich auf der Reifenflanke und ist seit dem 1.10.1998 verpflichtend innerhalb der EU. Ein mit der ECE-Kennzeichnung versehener Reifen muss die entsprechenden ECE-Normen hinsichtlich Beschaffenheit, Kennzeichnung und Prüfverfahren erfüllen. 

Die Ziffer hinter dem „E“ zeigt an, in welchem Land die Prüfung bzw. die Genehmigung durchgeführt wurde.

Folgende Schlüssen gibt es für die unterschiedlichen Fahrzeuge: 

  • ECE R 30 = PKW (Kraftfahrzeuge und Anhänger)
  • ECE R 54 = NKW (Nutzfahrzeuge und ihre Anhänger)
  • ECE R 75 = Motorräder (Krafträder und Mopeds)
  • ECE R 108 = Runderneuerte Reifen (für (Kfz und Anhänger)
  • ECE R 109 = Runderneuerte Reifen (Nfz und ihre Anhänger)
  • ECE R 117 = Reifenrollgeräusche
  • ECE R 124 = Nachrüsträder

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EU-Reifenlabel

Seit dem 1. November 2012 müssen alle Reifen für PKW sowie leichte und schwere Nutzfahrzeuge mit einem entsprechenden Label versehen werden. Darauf werden die Kraftstoffeffizienzklasse, die Nasshaftungsklasse sowie die Klasse des externen Rollgeräuschs mit den entsprechenden Messwerten angezeigt. Das Label muss beim Reifenkauf entweder auf dem Reifen aufgeklebt oder in gedruckter Form beigelegt werden. Mit Hilfe des Reifenlabels soll es Verbrauchern einfacher gemacht werden, energieeffiziente Reifen zu kaufen.

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Felgengröße

Die Größe von Felgen wird international über die die Breite der Felge in Zoll von Felgenhorn zu Felgenhorn, die Form der Felge sowie deren Durchmesser bestimmt.

Die Größenangabe kann demnach so aussehen: 6 J 15

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Feinwuchten

Wenn Sie Ihr Fahrzeug zum Feinwuchten in die Werkstatt bringen, werden die Unwuchten direkt am PKW ausgeglichen, wenn diese durch die Radzentrierung durch Nabe und Bremsscheibe entstanden sind.

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Felgenschutz, Rim Protector

Der Felgenschutz (englisch: Rim Protector) besteht aus einem Gummistreifen, der rund um den Reifen an der Seitenwand der Felge auf der Höhe des Reifenwulsts verläuft. Der Schutz hebt sich vom Reifen ab. Dadurch wird verhindert, dass die Felge zum Beispiel auf einen Bordstein stößt, da zuerst der Rim Protector schleift oder berührt und den Fahrer rechtzeitig vor Beschädigungen warnt.

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Flanke / Reifenflanke / Seitenwand

Die Flanke ist die Seitenwand des Reifens.

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Flankenhöhe

Die Höhe des Reifen auf der Seite wird als Flankenhöhe bezeichnet. Angegeben wird sie in Prozent zur Reifenbreite. Damit wird auch der Reifenquerschnitt über die Flankenhöhe definiert. Breitreifen haben zum Beispiel eine geringere Flankenhöhe und bieten demnach auf trockener Fahrbahn eine höhere Stabilität.

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Füllgas

Dabei handelt es sich um spezielle Gase, die in Autoraufen gefüllt werden und dichtende Eigenschaften haben. Reifen mit Füllgas halten den Fülldruck meist über ein Jahr lang konstant.

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Füllmittel für Autoreifen

Im Handel gibt es sogenannte Füllmittel für Reifen. Diese Mittel werden im Reifen aufgeschäumt und sollten den Fahrer vor Reifenpannen schützen. Allerdings verweisen viele Hersteller darauf, dass beim Einsatz von Füllmitteln die Gewährleistung endet.

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Ganzjahresreifen

Wie es der Name bereits verrät, sollten Ganzjahresreifen ganzjährig nutzbar sein. Ganzjahresreifen werden auch Allwetterreifen, Allseasons oder Four-Season-Reifen genannt. Sie sind ein Kompromiss aus Winter- und Sommerreifen. In Regionen mit strengen Wintern sind Ganzjahresreifen trotz M+S-Kennzeichnung ungeeignet.

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Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsindex, auch Reifenindex genannt, zeigt an, bis zu welcher Höchstgeschwindigkeit der Reifen ausgelegt ist. Der Wert ist abhängig von der Tragfähigkeit Werden neue Reifen aufgezogen, kann der Geschwindigkeitsindex exakt der Eintragung im Fahrzeugschein entsprechen oder höher sein.

Die Höchstgeschwindigkeit ergibt sich aus der maximalen Fahrgeschwindigkeit in den Fahrzeugpapieren plus TÜV-Toleranz.

Die folgende Speed-Index-Tabelle für Autoreifen gibt die ungefähren Werte an.

Geschwindigkeitsindex

zulässige Höchstgeschwindigkeit in km/h

N

140

P

150

Q

160

R

170

S

180

T

190

U

200

H

210

V

240

W

270

Y

300

ZR

über 240
Der jeweilige Reifenhersteller legt die Höchstgeschwindigkeit fest.

 

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Grip

Der Begriff „grip“ stammt aus dem Englischen und bezeichnet die Fahrbahnhaftung des Reifens. Für den Grip spielen die Gummimischung, das Reifenprofil, die Fahrbahntemperatur und -beschaffung sowie die Reifenbreite, Fahrwerksgeometrie und die Aerodynamik des Fahrzeugs eine Rolle.

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Gummimischung

Jeder Reifen besteht aus einem Zusammenspiel von bis zu zehn unterschiedlichen Gummimischungen. Die Mischung des Gummis entscheidet letztlich über den Grip und die Eignung für eine bestimmte Saison. So haben Winterreifen grundsätzlich eine andere Gummimischung als Sommerreifen.

Um dem Reifen die bestmöglichen Eigenschaften zu verleihen, entwickeln die Hersteller die Mischungen kontinuierlich weiter. Letztlich entscheidet die Mischung nicht nur über die Bodenhaftung, sondern auch über Bremswege, Rollwiderstand sowie das Rollgeräusch. Dadurch ist die Mischung entscheidend für die Fahrsicherheit sowie den Kraftstoffverbrauch.

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Gürtel

Der Reifengürtel trägt zur Stabilität des Reifens bei. Zugleich hilft er dabei, den Rollwiderstand zu verringern. Auf diese Weise wird die Reifentemperatur verringert und der Reifen wird stabiler, die Lenkung präziser.

Der Gürtel liegt direkt über der Karkasse und besteht aus mehreren Lagen aus dünnen Stahldrähten. Zur Sicherheit werden die Fäden zusätzlich mit einer Messingschicht überzogen. So können sie sich zudem besser mit dem Kautschuk im Reifen

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Hauptprofilrillen (Negativprofil)

Die Hauptprofilrillen eines Reifens sind die Negativprofile, die sich mittig in der Lauffläche des Reifens befinden. Wer das Reifenprofil messen möchte, nutzt die Hauptprofilrillen. Dort ist ebenfalls der Verschleißindikator zu finden.

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Herstellerkürzel 

Hersteller

Herstellerkürzel

BMW

* [Sternchen]

Maserati

1

BMW

BMW

Aston Martin (Aston Martin Rapide, Aston Martin Vantage)

AM8, AM9, AMS, AMR, AMV, AMP, AMX

"Audi Original"

A, AO

Audi Original Extended (Runflat)

AOE

Audi Quattro (Allrad-Modelle)

RO1, RO2, RO

Bentley

B, B1, BC, BL

je nach Hersteller Ford oder Ferrari

F

Opel

G

Jaguar

J, JRS

Ferrari; kann aber auch eine spezielle Kennung auf Pirelli Reifen sein, hat dann nichts mit Ferrari zu tun!

K1

Lamborghini

L

Land Rover, Land Rover Discovery

LR, LRO, LRO1, LRD

Lotus Exige S

LS

McLaren

MC1

Maserati Quattroporte

MGT

"Mercedes Original"

MO

Mercedes AMG

MO1

Mercedes Original Extended (Runflat)

MOE

BMW M3

M3

Verschiedene von Porsche empfohlene Kennungen

N0, N1, N2, N3, N4, N5

Peugeot

S1

VW

VW

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Kürzel für Runflat-Reifen

Kürzel

Hersteller

* RSC

BMW Runflat System Component

A RSC

BMW Runflat System Component

AOE

Audi Original Extended

CSR

ContiSupporting (Continental)

DSSR

Dunlop Self Supporting Technology

EMT

Extended Mobility Technology (Goodyear)

FRT

Flat Run Tyre (Nokian)

HRS

Hankoook Runflat System

MOE

Mercedes Original Extended

ROF

Run On Flat (Goodyear & Dunlop)

SST

Self Supporting Tire (Michelin)

XRP

Extended Runflat Technology (Kumho)

ZP

Zero Pressure (Michelin)

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Herstellungsdatum

s. DOT-Nummer

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Höhenschlag

Wenn ein Rad einen sogenannten „Höhenschlag“ hat, weicht der Reifen beim Drehen horizontal von einer Kreisbewegung ab. Je schneller Sie fahren, desto stärker werden die dadurch verursachten Vibrationen. Eine Möglichkeit, um den Höhenschlag auszugleichen, ist das „Matchen“. Dann wird der Reifen in der Werkstatt so lange auf der Felge gedreht, bis der Schlag austariert ist.

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Homologation

Bei der Homologation handelt es sich um die Freigabe eines Reifens für Kraftfahrzeuge, zum Beispiel durch den TÜV. In Europa müssen Reifen für eine Homologation in insgesamt fast 60 Prüfkriterien bestehen.

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Hump

Humps (englisch: Hump = Buckel, Höcker) sind kleine Erhebungen auf beiden Seiten der Felgenschulter, die verhindern, dass der aufgezogene Reifen ins Felgenbett rutscht.

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Karkasse

Die Karkasse ist Teil des Reifenunterbaus. Sie ist so stabil gebaut, dass der Reifen bestmöglich auf dem Untergrund aufliegt und sich nicht aufbäumt. Die Konstruktion der Karkasse bestimmt neben dem Fahrkomfort auch die Fahreigenschaften sowie die Festigkeit des gesamten Reifens.

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Lamellen

Wenn bei Reifen von Lamellen die Rede ist, handelt es sich um ganz feine Einschnitte im Profilblock. Die Lamellen öffnen und schließen sich, während der Reifen auf dem Untergrund abrollt. Dadurch wird bei Winterreifen zum Beispiel eine deutlich bessere Fahrbahnhaftung und mehr Grip erzeugt.

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Laufleistung

Unter der Laufleistung versteht man die Lebensdauer eines Reifens, bis er die Verschleißgrenze erreicht hat. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, hängt von Ihrem Fahrstil, Ihrem Auto sowie Beladung und Art der regelmäßigen Fahrstrecken ab.

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Laufrichtung und Laufrichtungsbindung

Manche Reifen müssen in einer vorgegebenen Laufrichtung montiert werden. Sie sind entsprechend gekennzeichnet.

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Lastindex, Loadindex oder Tragfähigkeitsindex

Der Lastindex gibt an, wie stark ein Reifen mit Gewicht belastet werden kann. Der Loadindex steht an der Flanke des Reifen und besteht aus einer zwei- bis dreistellige Zahl, die am Ende der Größenbezeichnung aufgeführt wird. Zum Beispiel: 215/65 R 15 104 T. Mit der Zahl 104 wird die maximale Tragfähigkeit des Reifens angegeben. Je höher der Geschwindigkeitsindex, desto geringer der Lastindex. 

Tragfähigkeitsindex-Liste

Lastindex

Last je Reifen in Kilogramm

19

77,5

20

80

21

82,5

22

85

23

87,5

24

90

25

92,5

26

95

27

97,5

28

100

29

103

30

106

31

109

32

112

33

115

34

118

35

121

36

125

37

128

38

132

39

136

40

140

41

145

42

150

43

155

44

160

45

165

46

170

47

175

48

180

49

185

50

190

51

195

52

200

53

206

54

212

55

218

56

224

57

230

58

236

59

243

60

250

61

257

62

265

63

272

64

280

65

290

66

300

67

307

68

315

69

325

70

335

71

345

72

355

73

365

74

375

75

387

76

400

77

412

78

425

79

437

80

450

81

462

82

475

83

487

84

500

85

515

86

530

87

545

88

560

89

580

90

600

91

615

92

630

93

650

94

670

95

690

96

710

97

730

98

750

99

775

100

800

101

825

102

850

103

875

104

900

105

925

106

950

107

975

108

1.000

109

1.030

110

1.060

111

1.090

112

1.120

113

1.150

114

1.180

115

1.215

116

1.250

117

1.285

118

1.320

119

1.360

120

1.400

121

1.450

122

1.500

123

1.550

124

1.600

125

1.650

126

1.700

127

1.750

128

1.800

129

1.850

130

1.900

131

1.950

132

2.000

133

2.060

134

2.120

135

2.180

136

2.240

137

2.300

138

2.360

139

2.430

140

2.500

141

2.575

142

2.650

143

2.725

144

2.800

145

2.900

146

3.000

147

3.075

148

3.150

149

3.250

150

3.350

151

3.450

152

3.550

153

3.650

154

3.750

155

3.875

156

4.000

157

4.125

158

4.250

159

4.375

160

4.500

161

4.625

162

4.750

163

4.875

164

5.000

165

5.150

166

5.300

167

5.450

168

5.600

169

5.850

170

6.000

171

6.150

172

6.300

173

6.500

174

6.700

175

6.900

176

7.100

177

7.300

178

7.500

179

7.750

180

8.000

181

8.250

182

8.500

183

8.750

184

9.000

185

9.250

186

9.500

187

9.750

188

10.000

189

10.300

190

10.600

191

10.900

192

11.200

193

11.500

194

11.800

195

12.150

196

12.500

197

12.850

198

13.200

199

13.600

200

14.000

201

14.500

202

15.000

203

15.550

204

16.000

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Lauffläche

Als Lauffläche wird der Bereich des Reifens bezeichnet, der die Fahrbahn beim Abrollen berührt. Damit das Auto Vortrieb erhält, muss die Lauffläche die Kräfte des Antriebs auf die Straße übertragen. Das Profil der Lauffläche sorgt für den nötigen Grip und ist bei Winterreifen und Sommerreifen unterschiedlich ausgeprägt.

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Leicht-Lkw Reifen

Transporter-Reifen auch Leicht-LKW Reifen genannt, unterscheiden sich nicht nur in der Größe von PKW-Reifen, sondern haben auch besondere Anforderungen. Leicht-LKW-Reifen erreichen im Vergleich zu Schwer-LKW-Reifen höhere Geschwindigkeiten. Aufgrund des hohen Eigengewichts und der Zuladung von Lasten sind Leicht-LKW-Reifen mit verstärkter Karkasse hergestellt und halten diesen hohen Belastungen stand. Die besondere Gummimischung, Oberflächenstruktur und die Profile bieten im gesamten einen stabilen Fahrkomfort. 

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Luftdruck

Der Luftdruck im Reifen hat direkte Auswirkungen auf die Fahrbahnhaftung sowie den Kraftstoffverbrauch. Ein zu geringer Reifendruck erwärmt die Reifen schneller und kann zu Beschädigungen führen. Zugleich wird die Fahrstabilität verringert und der Verschleiß erhöht sich. Darüber hinaus steigt der Kraftstoffverbrauch. So kann zum Beispiel ein mit 0,4 bar zu geringer Reifendruck zu zwei Prozent mehr Spritverbrauch und zu einer Verringerung der Reifenlebensdauer um mehr als 30 Prozent führen.

Empfohlen wird deshalb, den Luftdruck alle zwei Wochen bei kalten Reifen zu messen.

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M+S

Reifen mit dem M+S-Symbol sind PKW-Reifen, die sich für Matsch und Schnee eignen (englisch: Mud + Snow). Die M+S-Kennzeichnung findet sich sowohl auf Winter- als auch Ganzjahresreifen.

Gesetzliche Vorgaben oder Normen zur Verwendung des M+S-Symbols gibt es wie beim Schneeflockensymbol nicht. Die Markenhersteller sind jedoch daran interessiert, nur für winterliche Straßen geeignete Reifen mit dem M+S-Symbol zu versehen.

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Mischbereifung

Eine Mischbereifung liegt vor, wenn reifen verschiedener Bauart oder mit unterschiedlichen Profilen auf den beiden Achsen verwendet werden. Gemäß der StVZO ist eine Mischbereifung mit Reifen unterschiedlicher Bauarten unzulässig. Eine Mischbereifung mit verschiedenen Reifenprofilen ist zwar nicht verboten, doch verschlechtern sich die Fahreigenschaften sowie die Sicherheit deutlich, wenn zum Beispiel auf der Vorderachse Winter- und der Hinterachse Sommerreifen aufgezogen werden.

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Negativprofil

Negativprofil oder Negativanteil werden die Vertiefungen in einem Reifenprofil genannt. Das Negativprofil sorgt vor allem für das sichere Ableiten von Wasser aus der Lauffläche. Je besser das Negativprofil gestaltet ist, desto geringer ist die Gefahr von Aquaplaning.

Das Gegenstück ist das Positivprofil.

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Offroad-Reifen

s. SUV-Reifen

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Profiltiefe

Entspricht die Höhe des Profilgummis der Verschleißgrenze, ist die Profiltiefe sehr wahrscheinlich nah am gesetzlich zulässigen Grenzwert von 1,6 mm. Doch Automobilclubs wie der ADAC raten davon ab, den Reifen bis auf diese Grenze abzufahren.

Bereits bei einer Profiltiefe von 4 mm nimmt die Haftung des Reifens, insbesondere der Breitreifen, bei Nässe deutlich ab, was zur Folge hat, dass die Reifen den Wasserfilm nicht mehr verdrängen können und das Fahrzeug sich nicht mehr lenken und bremsen lässt. Sommerreifen sollten bei drei und Winterreifen bei vier Millimetern erneuert werden. 

Moderne Reifen haben häufig einen sogenannten Verschleißindikator, der auf eine zu geringe Profiltiefe hindeutet.

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Querschnittsverhältnis

Bei Reifen bedeutet das Querschnittsverhältnis das Verhältnis von Höhe zu Breite in Prozent. Das Querschnittsverhältnis wird bei der Reifengröße angegeben.

Beispiel: Ein Reifen der Dimension 205/55 R 16 hat eine Breite von 205 Millimetern. Seine Höhe beträgt dann 55 Prozent der Reifenbreite.

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Radialreifen

Bei Radialreifen sind die Cordfäden quer zur Laufrichtung angeordnet.

Die meisten PKW-Reifen sind heute Radialreifen.

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Reifenalter

Das empfohlene Reifenalter, damit ein Reifen noch als Neureifen gilt, sollte fünf Jahre nicht überschreiten. Wie alt Ihre aktuellen Reifen sind, können Sie an der DOT-Nummer ablesen. Prüfen Sie Ihre Reifen unabhängig vom Alter regelmäßig auf Risse, Verschleiß und ausreichende Profiltiefe. Sie spielen eine wichtige Rolle dafür, dass Sie sicher unterwegs sind, s.a. Reifenlebensdauer.

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Reifendruck - Kontrollsystem (RDKS)

Ein Reifendruck-Kontrollsystem sorgt für die elektronische Überwachung des Reifendrucks. Es gibt Systeme mit indirekter und direkter Messung. Direkte RDKS nutzen Drucksensoren, um die Lufttemperatur und den Innendruck zu messen. Indirekte Systeme prüfen mit Hilfe von Raddrehzahlsensoren des ABS-Systems oder eines EPS mögliche Abweichungen bei der Drehzahl durch einen zu geringen Druck im Reifen.

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Reifengröße - Reifenbezeichnung

Auf der Flanke eines Reifens wird dessen Größe aufgeführt. Darüber hinaus enthält das Reifenkürzel noch weitere Angaben:

 

Ein Beispiels: Sie kaufen einen Sommerreifen in der Reifengröße 195/65 R15 91 H

  • Die Reifenbreite beträgt 195mm.
  • Das Querschnittsverhältnis beträgt 65 Prozent.
  • Es handelt sich um einen Radialreifen mit einem Felgendurchmesser von 15 Zoll.
  • Der Tragfähigkeitsindex des Reifens liegt bei 91. Er kann also 615 Kilogramm tragen.
  • Der Geschwindigkeitsindex ist, die maximal erlaubte Geschwindigkeit mit diesem Reifen beträgt also 210 km/h.

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Reifenlagerung

Wärme, Feuchtigkeit oder UV-Strahlen der Sonne können für eine schnellere Alterung von Reifen sorgen. Reifen sollten aus diesem Grund möglichst dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Vermeiden Sie außerdem Öl, Fett oder Benzin, denn diese Stoffe lassen Reifen ebenfalls schneller altern. Mit Felgen werden Reifen am besten stehend, ohne Felgen liegend gelagert.

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Reifenlebensdauer

Die richtige und sachgemäße Lagerung von Sommerreifen und Winterreifen kann sich auf deren Lebensdauer auswirken. Durch verschiedene Einflüsse wie Wärme und Licht sowie durch den Kontakt mit Öl, Benzin, Fett und Lösungsmitteln kann die Haltbarkeit erheblich eingeschränkt werden. Die Lebensdauer eines Reifens ist begrenzt. Bei längerem Stillstand kann man die Versprödung und die Alterserscheinungen erkennen. Seit den 1980er Jahren ist auf der Seitenwand die sogenannte DOT-Nummer eingeprägt. Der ADAC empfiehlt spätestens nach 8 Jahren die Reifen zu wechseln. 

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Reifenprofil

Das Reifenprofil hat die Aufgabe, dem Reifen Grip auf dem Untergrund sowie bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen zu geben. Es ist das Zusammenspiel aus Negativprofil und Positivprofil. Dabei handelt es sich um die nach einem bestimmten Muster angeordneten Vertiefungen und Erhöhungen auf der Lauffläche des Reifens.

Die Hauptprofilrillen müssen laut StVO mindestens 1,6 Millimeter tief sein.

Je nach Reifenhersteller kann das Hauptprofil auch asymmetrisch oder geteilt sein. Ein asymmetrisches Profil kann zum Beispiel für eine bessere Kurvenhaftung der Reifen und eine bessere Ableitung von Wasser sorgen.

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Reifenkürzel

Kürzel

steht für

ABE

Allgemeine Betriebserlaubnis

A/T

AllTerrain / Meist auf 4x4 Fahrzeugen die zu beiden Teilen Gelände sowohl Straße geeignet sind

B

Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse für Motorräder (z.B. 150/70 B17 69H)

BSS

Black Side Size / schwarze Seitenwand/Flanke

BSW

Black Side Wall / komplett schwarzer Reifen. Info bei Offroadreifen.

C-Reifen

Bezeichnung für Reifen die für Transporter, Vans und kleinere LKW Geeignet sind.

CP

Camping- oder Wohnwagenreifen; identisch zu C-Reifen

CSR

Bezeichnung für Reifen die für Transporter, Vans und kleinere LKW Geeignet sind.

Demo

Demontagereifen (waren schon einmal auf Neufahrzeugen montiert)

DOT

Einheitliche Kennzeichnung zum Herstellerdatum.

DT1

Darf nur achsweise montiert werden, da etwas abweichender Durchmesser/Abrollumfang im Gegensatz zum Erstausrüsterreifen.

EMT

Extended Mobility Tire

FR

Felgenrippe

FSL

Felgenschutzlippe

G1

Darf nur achsweise montiert werden, da etwas abweichender Durchmesser/Abrollumfang im Gegensatz zum Erstausrüsterreifen.

GRNX

Green-X, Kennzeichnung für rollwiderstandsoptimierte Gummimischungen (Michelin)

i.A.

in Vorbereitung / der Reifen kommt demnächst auf den Markt

K1

ähnlich DT1/G1; außerdem vereinzelt abweichendes Profilmuster (Pirelli)

LAML

Winterreifen-Lamellen (Bridgestone)

LHD / LHD A

Left Hand Drive, Reifen für Linkslenker optimiert. Zusätzliches A = Erstausrüstung

LI

Last-Index oder Lastenindex. Siehe auch "Lastenindex LI" im Stichwortverzeichnis.

LRR

Low Rolling Resistance / rollwiderstandsoptimierte Gummimischung

LT

Light Truck Radial, C-Reifen

LTR

Light Truck Radial, C-Reifen

MFS

Maximum Flange Shield / Schutz des Felgenhorns

ML

Mit Leiste, wie MFS

M+S

Mud and Snow / zu Kennzeichnung für Reifen die geeignet sind Matsch und Schnee Fahrbahnen. Allerdings keine Bezeichnung für einen reinen Winterreifen. Bezeichnung ist auch auf Ganzjahresreifen zu finden.

M/T

MudTerrain / Für 4x4 Fahrzeuge die das schwere Gelände suchen

OWL, WL

Out White Lines / Reifen mit weißen Streifen an der Außenwand. Meist für Oldtimer und Allradfahrzeugen.

OWLS

Outline White Letter Size / weiße Konturschrift

OWT

Out White Tyres / Reifen mit weißer außen Wand oder weißen Streifen. Meist für Oldtimer und Allradfahrzeugen.

P

Weißer erhobener Schriftzug

PCR

Passenger Car Radial, PKW-Reifen

PNCS

Pirelli Noise Cancelling System

POR

Professional Offroad

RBL

Raised Black Letters / erhobene schwarze Schrift

RBT

Raised Black Tubeless / spezielle Gestaltung der Seitenwandbeschriftung, leicht hervorstehende schwarze Buchstaben.

RF

reinforced / Attribut für Reifen die Zugelassen sind für LLKW, SUV und andere Fahrzeuge mit erhöhter Zuladung.

RFT

Runflateigenschaften / Notlaufeigenschaften (Bridgestone)

RHD / RHD A

Right Hand Drive, Reifen für Rechtslenker optimiert. Zusätzliches A = Erstausrüstung

ROF

Runflateigenschaften

ROWL

Raised Outline White Letters / weiße erhobene Konturschrift

RPB

Rim Protection Bar / wie MFS (Yokohama)

RWLS

Raised White Letters / erhobene weiße Schrift

RWLS

Raised White Letter Size / erhobene weiße Schrift

S/T

StreetTerrain / Für 4x4 Fahrzeuge die mehr auf der Straße unterwegs sind

SF / SFS

Schneeflockensymbol

SFI

Side Facing Inwards, Innenseite bei asymmetrischen Reifen

SFO

Side Facing Outwards, Außenseite bei asymmetrischen Reifen

SI

Speed-Index oder Geschwindigkeitsindex. Siehe auch "Geschwindigkeitsindex" im Stichwortverzeichnis.

SSR

Supporting runflat Tire

studdable

bespikebar

T

Notrad für temporären Gebrauch

TT

Tubeless, schlauchloser Reifen

TL

Tube Tyre, Reifen für Montage mit Schläuchen (Oldtimer)

SW

Single White / schmale weiße Seitenwand

V1

Optimierte Gummimischung mit größerem Kieselsäureanteil

VSB

Vertical Serrated Band, ein spezielles Seitenwand-Design

WL, WLT

White Letters / weiße Buchstaben

WSS, WW

White Wall / weiße Seitenwand

XL

Extra Load; Bezeichnung für höhere Tragkraft

2RP, 4PR, 6PR, 8PR, 10PR

Kennzeichnet Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit. Zum Beispiel für L-LKWs, LKW und Transporter. Teilweise auch bei Offroadreifen und SUVs.

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Reifenwechsel

Ratsam ist es, die Profiltiefe sowie den Zustand der Reifen einmal pro Woche auf Beschädigungen der Flanken und unregelmäßige Abnutzungen zu prüfen. Wenn Sie sich unsicher sind, suchen Sie eine Werkstatt auf. Dort kann geprüft werden, ob ein Reifenwechsel nötig ist.

Wichtig ist ein Reifenwechsel auch saisonbedingt, wenn der Winter kommt. Nutzen Sie Ganzjahresreifen, können Sie diese weiterverwenden, wenn sie über eine M+S-Kennzeichnung verfügen.

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Reinforced

Bei Reinforced-Reifen handelt es sich überwiegend um Transporter-Reifen, deren Karkasse verstärkt wurde, damit der Reifen tragfähiger ist.

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Rollwiderstand

Der Rollwiderstand bezeichnet den Widerstand, der entsteht, wenn ein Reifen auf der Fahrbahn abrollt. Für Reifenhersteller ist es eine anspruchsvolle Aufgabe, den Rollwiderstand zu optimieren. Denn einerseits sorgt ein hoher Rollwiderstand für eine bessere Haftung, andererseits steigt dadurch auch der Kraftstoffverbrauch.

Sie selbst können den Rollwiderstand positiv beeinflussen, indem Sie immer für einen ausreichenden Luftdruck sorgen.

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Runderneuerte Reifen (retread, recap, remould)

Bei runderneuerten Reifen wurde das alte Profil entfernt und ein neues Profil darauf vulkanisiert. Vergleichbar ist der Vorgang wie bei einem Wechsel von Schuhsohlen bei Schuhen.

Runderneuerte Reifen werden mit einem R oder dem Wort „Retread“ gekennzeichnet.

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Runflat-Reifen / Runonflat-Reifen

Runflat-Reifen sind Pneus, mit welchen Sie auch bei einer Reifenpanne noch bis zu 80 km weit bei einer maximalen Geschwindigkeit von 80 km/h zum Beispiel zur nächsten Werkstatt fahren können. Dadurch müssen Sie einen beschädigten Reifen bei einer Panne nicht sofort wechseln, sondern können mit reduzierter Geschwindigkeit weiterfahren.

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Sägezahnbildung

Wenn sich die Profilblöcke der Reifen zum Beispiel aufgrund einer Unwucht oder Fehlern in der Achsgeometrie ungleichmäßig abnutzen, kann es zur sogenannten „Sägezahnbildung“ kommen. Dadurch nimmt das Abrollgeräusch deutlich zu.

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Schlauchlose Reifen

Reifen ohne

Schlauchlose Reifen verfügen innen über eine abdichtenden Gummischicht welche Innenseele oder Inliner genannt wird. Sie haben die Eigenschaft sich selbst auf der Felge abdichten zu können.

Die Kennzeichnung schlauchloser Reifen: Die Beschriftung am Reifen lautet „Tubeless“ (engl. = Schlauchlos)

Schlauchlose Reifen bieten einige Vorteile und werden daher heute in der Regel verwendet. Die Montage ist leichter, das Gewicht ist geringer und Schlauch und Mantel reiben nicht aneinander.

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Schlupf

Als Schlupf wird die relative Bewegung zwischen der Geschwindigkeit des Reifenumfangs und des Fahrzeugs bezeichnet. Hat ein Auto zum Beispiel 100 Prozent Schlupf, drehen die Räder entweder durch oder sie blockieren.

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Schneeflocken Symbol / Schneeflocken Kennzeichnung / Severe Snow Symbol

Das Schneeflockensymbol wird von der US-Verkehrsbehörde für Reifen vergeben, die in Tests ihre Wintertauglichkeit bewiesen haben. Heute ist die Schneeflocken-Kennzeichnung auch in Europa geläufig. Sie ergänzt die M+S-Kennzeichnung, für die es keine einheitlichen Vorgaben gibt.

So können Billig-Reifen zum Beispiel mit dem M+S-Symbol versehen werden, obwohl sie keine ausreichende Eignung für winterliche Straßen bieten. Nur das Schneeflockensymbol gibt endgültige Gewissheit. Die renommierten Markenhersteller verwenden in der Regel beide Symbole, sodass Sie als Verbraucher damit auf der sicheren Seite sind.

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Silica / Silika / Silica-Gummischung / Silica Anteil im Reifen

Bei Silica handelt es sich um das Salz der Kieselsäure. Es wird für die Reifenherstellung verwendet und ersetzt häufig Ruß. Der Vorteil einer Silica-Gummimischung besteht in den besseren Haftungseigenschaften sowie einem geringeren Verschleiß.

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Slicks / Slick Reifen / Rennsport Reifen

„Slicks“ (slick = englisch für deutsch = glatt) werden Reifen ohne Profil genannt. Sie werden überwiegend im Rennsport verwendet. Für den Straßenverkehr sind diese Reifen bei PKW nicht zugelassen.

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Sommerreifen

Dabei handelt es sich um Reifen, deren Gummimischung perfekt für die Nutzung bei warmen Temperaturen und trockenen Straßenbelägen ausgerichtet ist. Sommerreifen gibt es in der Regel für alle Geschwindigkeitsklassen und Größen.

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Spikes

Bis Mitte der 1970er-Jahre fuhren viele Autofahrer mit Winterreifen, die mit kleinen Metallspitzen ausgestattet waren. Dabei handelte es sich um sogenannte „Spikes“. Spikes bieten vor allem auf Eis oder Schnee eine exzellente Bodenhaftung. Allerdings sind Spikes heute nur noch mit Einschränkungen in Skandinavien gestattet.

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Spur

Die Spur einer Achse wird durch die Differenz bestimmt. in welcher die Räder vorne und hinten auseinander stehen. Bei einer Einzelspur wird der Achsstand auf ein Rad bezogen.

Sind die Räder vorne näher zusammen als hinten, spricht der Experte von „Vorspur“. Sind die Räder der Vorderachse weiter auseinander als die Räder der Hinterachse, wird von „Nachspur“ gesprochen.

Je nach Antrieb (Heck- oder Frontantrieb) muss darauf geachtet werden, dass das Fahrzeug ausreichend Vor- oder Nachspur hat. Bei einem exakten Geradeauslauf ist der Reifenverschleiß am geringsten.

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Sturz

Der Sturz eines Rades bezeichnet, wie stark das Rad zur Senkrechten der Radmitte geneigt ist. Wie groß der Sturz ist, wird zum Beispiel bei einer Achsvermessung bestimmt.

Wenn das Rad oben nach außen steht, handelt es sich um einen „positiven Sturz“, ist es nach innen geneigt, wird von negativem Sturz gesprochen, steht es senkrecht, ist der Sturz neutral.

Negativer und positiver Sturz wirken sich negativ auf den Verschleiß von Reifen aus. Deshalb sollte die Reifenstellung möglichst immer neutral sein.

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StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) und StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung)

Mit der StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) und der StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) werden in der Bundesrepublik Deutschland die technischen Voraussetzungen festgelegt, ab wann ein Auto verkehrstüchtig ist. Darüber hinaus finden sich in den Ordnungen auch die Rechte und Pflichten von Fahrern und Autobesitzern, wie z.B. die Pflicht zur Haftpflichtversicherung oder die Winterreifenpflicht.

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SUV Reifen

Diese Reifengruppe wird auch Offroad-Reifen genannt und wird vor allem bei Geländewagen und SUVs eingesetzt. Hierbei handelt es sich um Reifen mit grober Profilstruktur, deren Lauffläche mehr oder weniger stark für den Einsatz auf unbefestigten Straßen bis hin zum schweren Gelände optimiert ist. Auswahlkriterium ist der prozentuale Anteil Asphaltstraße/Gelände sowie die Profilformgebung. 

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Traktion

Traktion bedeutet bei einem PKW, LKW und Motorrad die Umwandlung der Antriebskraft in Vortrieb. Damit der Vortrieb optimal ist, muss der Reifen über den nötigen Grip verfügen.

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Transporter-Reifen

Die Fahrzeugindustrie hat in den letzten Jahren Transporter in wahre Multitalente gewandelt. Aufgrund der Schnelligkeit, Sportlichkeit und dem Komfort bieten die Transporter vielen PKW die Stirn. Allerdings müssen die Reifen aufgrund des höheren Fahrzeuggewichts und der damit verbundenen stärkeren Belastung auch mehr aushalten. Deshalb gibt es spezielle Transporter-Reifen, auch L-LKW-Reifen genannt. Zu den Transportern zählen Vans, Kastenwagen und auch Wohnmobile. 

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Unbedenklichkeits - Bescheinigung

Wollen Sie Ihr Fahrzeug auf Reifen anderer Dimension umrüsten und die von Ihnen gewünschte Reifengröße ist nicht in Ihrem Fahrzeugschein aufgeführt, können Sie beim Hersteller der Reifen eine Bescheinigung über die technischen Reifendaten anfordern. Werden Änderungen an Ihrem Fahrzeug vorgenommen die Abweichungen zu Ihrem Fahrzeugschein aufweißen (Z.B. Reifenformat oder Reifendimension, Felgengröße oder Felgenbreite, Felgendurchmesser) müssen diese bei einem Sachverständigen wie z.B. dem TÜV abgenommen werden.

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Unwucht

Wenn der Reifen nicht mehr ganz gerade läuft, spricht man von einer Unwucht. Diese Unwuchten können durch kleinste Unterschiede bei der Materialdichte entstehen. Sie machen sich aufgrund der hohen Drehbewegung der Reifen schnell bemerkbar. Eine Unwucht am Reifen kann in der Werkstatt ermittelt und durch Gegengewichte austariert, also „ausgewuchtet“ werden (s. Auswuchten).

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Verschleiß

Der Verschleiß bezeichnet den alters- und nutzungsbedingten Rückgang der Reifenhaltbarkeit. Beeinflusst wird der Verschleiß durch Ihre Fahrweise, die Beladung Ihres PKW, den Fahrbahnbelag sowie den Reifendruck bestimmt. So kann es vorkommen, dass das gleiche Reifenprofil bei gleicher Reifengröße mehrere tausend Kilometer länger genutzt werden kann.

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Verschleißanzeige Reifen – Verschleißindikator (TWI)

Die Verschleißanzeige wird auch TWI genannt. TWI steht für Tread Wear Indicator. Dabei handelt es sich um Stege, die in die Profilrillen integriert sind. Erreicht der Reifen die Mindestprofiltiefe, wird der TWI sichtbar und es wird Zeit, dass Sie Ihre Reifen gegen neue Pneus tauschen.

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Verzahnungseffekt

Bei Winterreifen wird auch vom sogenannten „Verzahnungseffekt gesprochen, wenn sich das Profil des Reifens mit seinen Kanten und Rillen nahezu in den Schnee „verbeißt“. Während dieser Bewegung entsteht eine sogenannte „Zahnschiene“, die für den nötigen Grip auf Schnee sorgt.

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Vulkanisation / Vulkanisieren / Vulkanisation von Reifen / Reifen backen

Bei der Vulkanisation handelt es sich um ein chemisch-technisches Verfahren, mit dem aus Kautschuk unter Einwirkung von Druck und Wärme Gummi wird. Deshalb wird auch davon gesprochen, dass Reifen „gebacken“ werden. Erfunden hat die Vulkanisierung Charles Goodyear, dessen Name heute noch Goodyear Reifen tragen.

Neben Kautschuk wird auch Schwefel für die Reifenmischung verwendet. Dieses Element ist wichtig, damit die langkettigen Moleküle des Kautschuks sich mit den Schwefelbrücken vernetzten können. Dadurch verliert der Kautschuk seine plastischen Eigenschaften, der entstehende Gummi hingegen wird elastischer und zugleich stabiler.

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Walkarbeit

Wenn ein Reifen immer wieder einfedert, wird Hitze feigesetzt und es entsteht der Rollwiderstand. Dadurch wird der Reifen verformt. Das wird Walkarbeit genannt. Es ist wichtig, dass der Reifendruck immer ausreichend hoch ist, damit die Reifen aufgrund der Walkarbeit nicht überhitzen.

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Wasserverdrängung

Wenn Sie mit Ihrem Auto auf nassen Straßen fahren, müssen die Reifen sehr viel Wasser verdrängen und abführen, damit kein Aquaplaning entsteht. Hierfür gibt es die sogenannten „Positiv-Blöcke“ im Reifenprofil. Sie führen das Wasser über die Drainagerillen ab. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h leiten Ihre Reifen bis zu 25 Liter Wasser auf die Fahrbahn zurück, bei 140 km/h sind es mehr als 40 Liter, die jeder Reifen pro Sekunde verdrängt.

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Winterreifen

Winterreifen sind Reifen, die sich für das Fahren auf Eis, Schnee und Schneematsch eigenen. Sie unterscheiden sich von Sommerreifen durch ein tieferes Profil. Meist sind Winterreifen auch schmaler und nur für geringere Geschwindigkeiten geeignet. Diese Reifen sind mit dem M+S-Symbol und/oder mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet.

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Winterreifenpflicht

Seit dem 4. Dezember 2010 gilt in Deutschland die sogenannte „Winterreifenpflicht“. Sie wird in Paragraph 2 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung geregelt:

„3a) 1Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die unbeschadet der allgemeinen Anforderungen an die Bereifung den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen.“ (Quelle: https://dejure.org/gesetze/StVO/2.html)

Demnach dürfen bei Schnee, Matsch und Eisglätte nur dafür geeignete Reifen bei PKW verwendet werden. Das sind primär Winterreifen mit Schneeflockensymbol sowie M+S-Reifen. Allerdings gibt es keine verbindlichen Vorgaben für M+S-Bereifung, sodass dieses Symbol nicht immer Wintertauglichkeit von Reifen bestätigt.

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Wulst / Reifenwulst / Reifenfuß

Der Wulst liegt zwischen dem Felgenhorn und dem Hump. Er sorgt dafür, dass der Reifen sicher und fest auf der Felge hält. Der Wulst wird aus einem Drahtkern gebildet. Dieser ist in die Karkassenfäden eingebettet. Wenn Ihr Reifen auf die Felge montiert wird, wird der Wulst wie ein Ring um die Felgen gespannt.

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