Mit Winterreifen sicher durch die kalte Jahreszeit

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SW601 SNOWMASTER
36,50
SW601 SNOWMASTER
Will ich haben

Größe: 175/70 R14 84T

Typ: PKW Winterreifen

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SW606 FROSTEXTREME
40,30
SW606 FROSTEXTREME
Will ich haben

Größe: 185/65 R15 88T

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WINTER I*CEPT RS2 (W452)
40,80
WINTER I*CEPT RS2 (W452)
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Winterreifen - perfekter Grip auf Schnee und Eis
Winterreifen - mehr Spaß auf Schnee und Eis (© Shutter81 @ fotolia.de)
Aktuelle winterreifen
PKW Winterreifen Falken 195-65-R15-91T EUROWINTER HS01
EUROWINTER HS01 Größe: 195/65 R15 91T
Typ: PKW Winterreifen
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44,70 pro Stück inkl. MwSt
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PKW Winterreifen Goodride 195-60-R15-88H SW608 SNOWMASTER
SW608 SNOWMASTER Größe: 195/60 R15 88H
Typ: PKW Winterreifen
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45,10 pro Stück inkl. MwSt
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PKW Winterreifen Semperit 185-60-R15-84T MASTER-GRIP 2
MASTER-GRIP 2 Größe: 185/60 R15 84T
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PKW Winterreifen Bridgestone 195-65-R15-91H BLIZZAK LM-32
BLIZZAK LM-32 Größe: 195/65 R15 91H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Nexen 185-55-R15-86H WINGUARD SNOW G (WH2)
WINGUARD SNOW G (WH2) Größe: 185/55 R15 XL 86H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Dunlop 185-65-R14-86T WINTER RESPONSE 2
WINTER RESPONSE 2 Größe: 185/65 R14 86T
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Barum 195-55-R16-87H POLARIS 3
POLARIS 3 Größe: 195/55 R16 87H
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PKW Winterreifen Kleber 205-55-R16-91H KRISALP HP2
KRISALP HP2 Größe: 205/55 R16 91H
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PKW Winterreifen Bridgestone 205-55-R16-91H BLIZZAK LM001
BLIZZAK LM001 Größe: 205/55 R16 91H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Vredestein 205-60-R16-92H SNOWTRAC 5
SNOWTRAC 5 Größe: 205/60 R16 92H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Nokian 205-65-R16-95H NOKIAN WR D4
NOKIAN WR D4 Größe: 205/65 R16 95H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Nokian 195-55-R16-87T NOKIAN WR D3
NOKIAN WR D3 Größe: 195/55 R16 87T
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PKW Winterreifen Falken 205-65-R16-95H EUROWINTER HS01
EUROWINTER HS01 Größe: 205/65 R16 95H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Barum 205-50-R17-93H POLARIS 3
POLARIS 3 Größe: 205/50 R17 XL 93H
Typ: PKW Winterreifen
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PKW Winterreifen Hankook 205-45-R17-88V WINTER I*CEPT EVO2 (W320)
WINTER I*CEPT EVO2 (W320) Größe: 205/45 R17 XL 88V
Typ: PKW Winterreifen
Geschw: V Loadindex: 88
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PKW Winterreifen Pirelli 205-65-R16-95H WINTER SOTTOZERO 3
WINTER SOTTOZERO 3 Größe: 205/65 R16 95H
Typ: PKW Winterreifen
Geschw: H Loadindex: 95
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106,30 pro Stück inkl. MwSt
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Winterreifen: Alles was Sie wissen müssen

Schon seit 2005 existiert in Deutschland eine „Winterreifen-Verordnung“. Diese Ursprungsversion ließ aber einige Fragen offen und führte damit so manchen Autofahrer aufs gesetzliche Glatteis. Daher wurde im Dezember 2010 nachgebessert. Seitdem gilt in Deutschland Winterreifenpflicht, sobald auf den Straßen winterliche Verhältnisse herrschen. Doch obwohl dieser Teil der Straßenverkehrsordnung nun schon seit Jahren in Kraft ist, bleibt der Kauf eines Winterreifens für viele Fahrer noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Viele fragen sich: Wie erkenne ich überhaupt einen Winterreifen? Und was sagt die Kennzeichnung von Winterreifen aus? Abkürzungen wie R17, R19, R16, 91H oder 82T, aber auch Begriffe wie „Geschwindigkeitsindex“ sind vielen Fahrern unbekannt. Und mit einer Angabe wie etwa 215/35 R19 XL 85V können sie rein gar nichts anfangen.

Eine der Jahreszeit beziehungsweise der Witterung angepasste Bereifung ist aber nun einmal entscheidend für die Fahrsicherheit. Daher sollten Sie sich als Fahrer zumindest grundlegend mit den Eigenschaften von Reifen auskennen. Tyre-Pool gibt Ihnen einen Überblick über Aufbau und Verwendung von Winterreifen sowie über die üblichen Bezeichnungen, die gesetzlichen Vorschriften im In- und Ausland und die häufigsten Fragen rund um Winterreifen.

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Was sind Winterreifen und wie finden Sie einen passenden Reifen für Ihren Wagen?

Winterreifen sind für den Einsatz unter winterlichen Bedingungen gedacht. So weit, so klar. Doch was zeichnet einen Winterreifen aus? – Laut der Straßenverkehrsordnung sind es „Reifen, bei denen das Profil der Lauffläche und die Struktur so konzipiert sind, dass sie vor allem in Matsch und frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahreigenschaften gewährleisten als normale Reifen“. Was genau bedeutet das nun und wie findet man den richtigen Reifen?

Wintersicher? Was die Kennzeichnung von Winterreifen aussagt

M+S-Symbol

Kennzeichnung von Winterreifen finden
Hier finden Sie die wichtigen Angaben

Woran erkennt man einen Winterreifen? Die wohl geläufigste Kennzeichnung ist das M+S-Symbol, das sich auf der Flanke des Winterreifens befindet und für „mud and snow“ beziehungsweise „Matsch und Schnee“ steht. Laut EU-Verordnung und StVO sollen solche Reifen deutlich bessere Fahreigenschaften auf Schnee und Matsch bieten als normale Reifen. Das Problem ist allerdings, dass die Bezeichnung „M+S“ rechtlich nicht geschützt ist. Grundsätzlich könnte ein Hersteller also auf jedem seiner Reifen ein solches Symbol anbringen. In der Realität geschieht das kaum, denn jeder namhafte Reifenhersteller, wie etwa Michelin oder Continental, würde dadurch einen kaum wiedergutzumachenden Imageschaden erleiden. Im Falle fragwürdig günstiger Winterreifen von sehr kleinen Herstellern – vor allem aus Fernost – ist eine gesunde Skepsis allerdings angebracht. Bei M+S-Reifen aus dem Fachhandel, beispielsweise von Tyre-Pool, können Sie aber davon ausgehen, dass diese auch tatsächlich besonders gut für winterliche Straßenbedingungen geeignet sind.

Schneeflocken-Symbol

Um ganz sicherzugehen, achten Sie darauf, dass der Reifen zusätzlich das Schneeflocken-Symbol trägt. Mit diesem Piktogramm eines Bergs mit Schneeflocke reagierte die amerikanische Straßenbehörde NHTSA auf die Unsicherheiten bei der M+S-Kennzeichnung: Auf standardisierten Tests mit definierten Prüfkriterien basierend, gibt es Verbrauchern verlässliche Sicherheit. Um es zu erhalten, muss ein Winterreifen auf Schnee und Eis eine um mindestens sieben Prozent bessere Traktion erreichen als ein normaler Referenzreifen.

EU-Reifenlabel

Energieeffizienz nach EU Norm
Energieeffizienz Ihres Reifens nach EU Norm

Zusätzlich gibt es seit 2012 das Reifenlabel der EU, das neben der Kraftstoffeffizienz und dem externen Rollgeräusch auch die Nasshaftung des Reifens angibt. Ziel sind eine langfristige Steigerung der Energieeffizienz zum Zwecke des Umweltschutzes und mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Das Reifenlabel ist ähnlich aufgebaut wie die Kennzeichnung bei Elektrogeräten: Bei Kraftstoffeffizienz und Nasshaftung gilt eine Kategorisierung von A bis G. Dabei steht A für die beste und G für die schlechteste Nasshaftung beziehungsweise Effizienzklasse. In beiden Fällen wird die Effizienzklasse D nicht vergeben, bei der Nasshaftung entfällt zudem Effizienzklasse G.

Der Kraftstoffverbrauch und somit die Effizienzklasse hängen grundsätzlich vom Fahrzeug und den Fahrbedingungen ab. Ein entscheidend durch den Reifen bestimmbarer Faktor und Grundlage der Messung für das Label ist der Rollwiderstand: Je höher der Rollwiderstand, desto geringer die Energieeffizienz des Reifens.

Das Geräuschniveau durch das externe Rollgeräusch wird in Dezibel und ein bis drei Schallwellen angegeben. Eine Schallwelle bezeichnet das niedrigste, drei Schallwellen das höchste Geräuschniveau. Wie im Fall der Kraftstoffeffizienzklasse, spiegelt das Label auch hier den Einfluss der Reifenqualität auf die Umwelt wider: Je höher das Geräuschniveau durch das externe Rollgeräusch, desto höher die Umweltbelastung. Das externe Rollgeräusch entspricht übrigens nicht zwingend dem Geräusch im Fahrzeuginneren.

Entscheidend ist in unserem Szenario aber vor allem die Nasshaftung: Über die Verzögerung der Bremsleistung auf Nässe, gibt sie an, inwieweit sich der Bremsweg auf nasser Straße verlängert. Schon geringe Unterschiede in den Werten können bei einem Unfall den Ausschlag geben. Zwischen Klasse A und Klasse F sind bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde Differenzen von bis zu 18 Metern möglich. Zwar lässt das Reifenlabel keinen gezielten Rückschluss auf die Laufeigenschaften des Reifens bei winterlichen Verhältnissen zu. Da es in den eher milden deutschen Wintern aber häufig nur nass statt glatt ist, kann es zumindest ein zusätzliches Kriterium sein.

Die Reifen-Label im Überblick

Zusammenfassend lässt sich in Sachen Kennzeichnung sagen: Bei großen und bekannten Reifenherstellern können Sie sich in der Regel darauf verlassen, dass M+S-Reifen auch als Winterreifen geeignet sind. Wohnen Sie aber in einer Region, in der im Winter viel Schnee fällt, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass der Winterreifen mit dem Schneeflocken-Symbol der NHTSA ausgezeichnet wurde. Für eine der StVO entsprechende Winterbereifung sind M+S-Reifen allerdings ausreichend. Das EU-Label gibt zusätzlichen Aufschluss über Nasshaftung, Kraftstoffeffizienzklasse und Geräuschniveau jedes Reifens.

Code knacken: Wie finden Sie den passenden Reifen für Ihr Fahrzeug?

Kommen wir auf die eingangs erwähnten Abkürzungen R17, R21 oder auch 82T zurück. Reifen werden in der Regel mit einer Code-Bezeichnung wie zum Beispiel 245/50 R17 99H angeboten, die sich aus sechs einzelnen Angaben zusammensetzt.

Der erste Teil, in unserem Beispiel also die 245, bezieht sich auf die Breite des Reifens in Millimetern. Unser Beispielreifen ist demnach 245 Millimeter breit. Die zweite Angabe, die nach dem Schrägstrich folgt, beschreibt das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite in Prozent – die Flanke des Reifens ist also 122,5 Millimeter hoch.

Reifengrösse im Fahrzeugscchein finden
Reifengrösse im Fahrzeugschein finden (© fotolia.de)

Die dritte Angabe, in unserem Fall der Buchstabe „R“, beschreibt die Bauart der Karkasse. Das „R“ steht für radial und ist bei Pkw-Reifen die absolute Norm. Sie werden nur selten Reifen mit anderer Bauweise finden. Danach folgt eine Zahl, die den Felgendurchmesser in Zoll angibt, in unserem Fall also 17 Zoll, was 43,18 Zentimetern entspricht.

Die letzten beiden Angaben, zum Beispiel 99 H oder 95Y, sind der Tragfähigkeits- und der Geschwindigkeitsindex. Da es sich hier um abstrakte Bezeichnungen handelt, lassen sich die entsprechenden Werte nur in einer Tabelle ablesen. Ein Lastindex von 95 bedeutet zum Beispiel eine Tragfähigkeit von 690 Kilogramm, beim Geschwindigkeitsindex Y liegt die maximal zulässige Geschwindigkeit bei 300 Kilometer pro Stunde.

Um festzustellen, welche Reifen für Ihren Wagen geeignet sind, müssen Sie lediglich einen Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil 1 werfen. In den Zeilen 15.1 bis 15.3 sind die entsprechenden Angaben zu finden. Im Falle älterer Fahrzeuge, bei denen statt der Zulassungsbescheinigung noch ein Kfz-Schein vorhanden ist, stehen die Angaben in den Zeilen 20 bis 23.

Experten-Tipp

Achten Sie auf eine ausreichende Profiltiefe
Achten Sie auf eine ausreichende Profiltiefe (©  fotofolia.de)

Sommer- und Winterreifen, die exakt den Angaben in der Zulassungsbescheinigung oder dem Kfz-Schein entsprechen, sind in jedem Fall für das Fahrzeug geeignet. Oft ist es aber auch möglich, Reifen zu montieren, die bei bestimmten Angaben abweichen. Welche Reifen noch für Ihr Fahrzeug in Frage kommen, erfahren Sie in der Regel auf der Internetseite des Fahrzeugherstellers. Sie können aber auch ganz einfach unseren praktischen Reifenkonfigurator verwenden.

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Wie sind Winterreifen aufgebaut?

Moderne Winterreifen sind deutlich anders aufgebaut als Sommerreifen, auch wenn das für Laien nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Vor allem beim Design der Lauffläche, der Profiltiefe und der Gummimischung unterscheiden sich Sommer- und Winterreifen stark. Grund sind die abweichenden Witterungsbedingungen, die Sommer- und Winterreifen vor ganz unterschiedliche Herausforderungen stellen: Ein Sommerreifen muss hohen Temperaturen standhalten und sowohl auf trockener, als auch regennasser Fahrbahn bestehen. Hier kommt es also vor allem auf auf Hitzebeständigkeit und Nasshaftung an. Ein Winterreifen hingegen hat es mit niedrigen Temperaturen zu tun und muss sich bei Schnee und Glätte optimal mit dem Untergrund verbinden. Nur so kann er das Auto in der Spur halten und einen möglichst kurzen Bremsweg gewährleisten.

Profil zeigen: Unterschiede von Winterreifen und Sommerreifen

Profilunterschied von Sommer- und Winterreifen
Profilunterschied von Sommer- und Winterreifen (© fotolia.de)

Das Profil eines Reifens für den Winter weist eine andere Struktur auf als ein Sommerreifen. Während Sommerreifen sich durch Rillen auszeichnen, ist ein Winterreifen zusätzlich mit Lamellen ausgestattet. Die Rillen eines Sommerreifens dienen hauptsächlich dazu, auch größere Mengen an Regenwasser zur Seite abzuleiten. Durch die meist nur geringe Zahl an Rillen bleibt auch auf trockener Straße die Traktion erhalten. Das Profil eines Reifens für den Winter muss sich hingegen mit Schnee und Eis verzahnen. Daher verfügt es neben mehr Rillen über die zusätzlichen Lamellen, die sich als zickzackförmige Schnitte in den Profilblöcken zeigen. Durch diese zusätzlichen Griffkanten „beißt“ sich ein Winterreifen besser in weiche Untergründe wie Schnee und Matsch. Das führt zu einem besseren Grip. Da sich die Lamellen leicht verformen, können Schnee, Matsch und Wasser außerdem besser abgeführt werden, sodass der Traktionseffekt der Lamellen nicht nach einmaligem Straßenkontakt wieder verloren geht.

 

 

Experten-Tipp

Achten Sie unbedingt auch auf eine ausreichende Profiltiefe Ihrer Winterreifen. Das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß von 1,6 Millimetern gewährleistet kaum mehr die nötigen Haftungseigenschaften. Gerade bei Nässe kann dies zu einem verlängerten Bremsweg führen und erhöht die Gefahr von Aquaplaning deutlich. Der ADAC empfiehlt daher, Winterreifen schon bei einer Restprofiltiefe von 4 Millimetern zu erneuern. Nur dann ist eine ausreichende Nasshaftung noch möglich und die Brems- und Lenkkräfte können sich zuverlässig auf die Straße übertragen. Für Sommerreifen sind etwa 3 Millimeter die empfohlene Untergrenze.

Zur Kontrolle der Profiltiefe nutzen Sie am besten einen Messschieber oder ein ähnliches Gerät. Beachten Sie, dass die Profiltiefe in einer Hauptrille des Reifens gemessen werden muss, die sich in der Regel relativ mittig in der Lauffläche befinden. Haben Sie kein Messgerät zur Hand, können Sie sich auch an der Reifenverschleißanzeige orientieren, über die die meisten modernen Reifen verfügen. In den Rillen befinden sich dann kleine Querverstrebungen, die die Mindestprofiltiefe angeben – ist die Lauffläche plan mit den Streben, muss der Reifen ausgetauscht werden. Um die Anzeiger leichter finden zu können, ist ihre Position meist an der Flanke mit einem „TWI“ (für „Tread Wear Indicator“) gekennzeichnet. Der Nachteil der Reifenverschleißanzeige ist, dass Sie lediglich prüfen können, ob der Reifen noch die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe aufweist. Wollen Sie testen, ob der Pneu noch die von Fachleuten empfohlenen drei bis vier Millimeter Profil hat, können Sie sich mit einem einfachen Trick behelfen: Stecken Sie eine Ein-Euro-Münze ins Profil. Verschwindet der goldfarbene Messingrand auf der einen Seite vollständig, sind noch mindestens drei Millimeter Profil vorhanden.

Gib Gummi – Gummimischung von Winterreifen und Sommerreifen

Neben einer höheren Zahl an Lamellen besitzen Winterreifen meist auch eine weichere Gummimischung, die auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt. Sommerreifen werden bei winterlichen Temperaturen zu hart und können sich nicht mehr ausreichend verformen, sodass der Reifen an Grip verliert. Dieser Effekt tritt bei Winterreifen aufgrund der weicheren und anders zusammengesetzten Gummimischung nicht auf. Je weicher der Reifen, desto besser die Haftungseigenschaften.

Auf einen Blick: Warum sind Winterreifen so wichtig?

Dank dieser Unterschiede weisen Winterreifen im Winter ein spürbar besseres Bremsverhalten als Sommerreifen auf. Das weichere Gummi und die Lamellen sorgen für einen wesentlich besseren Kontakt zur Fahrbahn und damit auch für eine bessere Bremswirkung des Reifens. Sommerreifen können schon bei niedrigen Plusgraden verhärten, was die ohnehin schon schlechtere Bodenhaftung weiter reduziert. Die Pflicht, in der kalten Jahreszeit Winterreifen aufzuziehen, ist also keine bürokratische Gängelung des Gesetzgebers, sondern trägt merklich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Denn ein um wenige Meter kürzerer Bremsweg kann durchaus den Unterschied zwischen einer Schrecksekunde am Steuer und einem Unfall mit schwerwiegenden Folgen bedeuten.

Natürlich sind Winterreifen aber kein „Rundum-Sorglospaket“. Sie sollten Ihre Fahrweise und -geschwindigkeit stets auch den Witterungsverhältnissen anpassen. Wer bei Glatteis mit 200 Kilometern pro Stunde über die Autobahn fegt, dem helfen auch keine Winterreifen mehr.

Experten Tipp

Wo wir gerade bei Geschwindigkeit sind: Es lohnt sich, bei Winterreifen auch Modelle mit einem niedrigeren Geschwindigkeitsindex als dem in der Zulassungsbescheinigung vorgegebenen zu verwenden. Das ist vor allem bei stärker motorisierten Fahrzeugen sinnvoll, für die Reifen mit einem Geschwindigkeitsindex von Y (bis 300 Kilometer pro Stunde) oder W (bis 270 Kilometer pro Stunde) vorgeschrieben sind. Da solche Geschwindigkeiten bei winterlichen Straßenverhältnissen ohnehin nicht empfehlenswert sind, können Sie sich in einem solchen Fall beispielsweise für Reifen mit einem Geschwindigkeitsindex von H (bis 210 Kilometer pro Stunde) entscheiden. Solche Reifen können für den Winter vollkommen ausreichend sein und sind wesentlich günstiger als Varianten mit Geschwindigkeitsindex Y oder W. Allerdings müssen Sie – sofern die Höchstgeschwindigkeit Ihres Wagens über der zulässigen Geschwindigkeit des Winterreifens liegt – einen entsprechenden Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers anbringen, der auf die „neue“ Höchstgeschwindigkeit hinweist.

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Runderneuerte Winterreifen – was ist das und lohnt sich ein Kauf?

Profilunterschied von Sommer- und Winterreifen
Profilunterschied von Sommer- und Winterreifen (© fotolia.de)

Neben Neureifen werden, gerade bei kleineren und schmaleren Reifen, häufig auch sogenannte runderneuerte Reifen angeboten. Sie erkennen diese an einem „R“ vor dem Produktionsdatum, alternativ werden auch die Bezeichnungen „Retread“, „Retreaded“ oder „Runderneuert“ verwendet.

Was ist ein runderneuerter Winterreifen?

Bei einem runderneuerten Reifen handelt es sich um einen Reifen, dessen Lauffläche die Verschleißgrenze erreicht hat. Diese wird dann maschinell von der Karkasse gelöst und durch eine neue ersetzt. Durch Vulkanisierung ist zwar sichergestellt, dass die neue Lauffläche sicher mit dem Rest des Reifens verbunden ist, trotzdem ist der Reifen natürlich nicht neuwertig. Daher erhält er grundsätzlich eine niedrigere Einstufung beim Geschwindigkeitsindex als zuvor.

Preis und Leistung runderneuerter Winterreifen

Runderneuerte Winterreifen sind in der Herstellung deutlich günstiger als Neureifen, was sich auch im Endpreis niederschlägt – oft liegt der Preisunterschied bei 50 Prozent. Allerdings geht diese Ersparnis zu Lasten der Qualität. Zwar müssen runderneuerte Winterreifen selbstverständlich die gesetzlichen Anforderungen in Sachen Sicherheit erfüllen. Allerdings hat unter anderem ein Test der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) gezeigt, dass die aufbereiteten Reifen gerade bei Nässe ein deutlich schlechteres Fahr- und Bremsverhalten besitzen als Neureifen. Hinzu kommt, dass runderneuerte Reifen meist einen höheren Rollwiderstand haben als neuwertige Reifen. Das schlägt sich in einem bis zu 30 Prozent höheren Verschleiß und einer Verschlechterung der Kraftstoffeffizienz nieder.

Eignen sich runderneuerte Winterreifen für mein Auto?

Runderneuerte Winterreifen können dann eine Alternative sein, wenn Sie in der kalten Jahreszeit lediglich kurze Strecken zurücklegen, etwa im Stadtgebiet. Achten Sie dann darauf, dass die Reifen mit der DOT-Nummer eine Angabe zum Hersteller und dem Herstellungsdatum sowie das ECE-Prüfzeichen tragen. Weitere wichtige Informationen zur DOT-Nummer finden Sie auch weiter unten bei unseren Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung von Winterreifen. In Deutschland werden runderneuerte Reifen von den folgenden drei Herstellern angeboten:

  • Ökon
  • Rigdon
  • Rodos

Nutzen Sie Ihren Wagen auch im Winter regelmäßig und für größere Strecken, greifen Sie besser zu Neureifen. Nasshaftung und kürzere Bremswege gehen eindeutig vor – zumal der Preisvorteil von runderneuerten Winterreifen durch die geringere Kraftstoffeffizienz zum Teil wieder zunichtegemacht wird.

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Die Winterreifenpflicht in Deutschland und im Ausland

Die technischen Aspekte von Winterreifen sind ausgesprochen wichtig, mindestens ebenso gut sollten Sie aber die Vorgaben des Gesetzgebers kennen.

Was sagt die StVO zu Winterreifen?

Die Pflicht, bei entsprechenden Witterungsverhältnissen Winterreifen aufzuziehen, besteht in Deutschland seit dem 4. Dezember 2010. In der StVO heißt es: „Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen).“

Da im Gesetzestext explizit M+S-Reifen erwähnt werden, sind Sie mit solchen Reifen – zumindest rechtlich gesehen – auf der sicheren Seite. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie aber darauf achten, dass Sie Reifen kaufen, die nicht nur dem Namen nach Winterreifen sind, sondern tatsächlich auch bessere Fahreigenschaften auf Matsch und Schnee bieten. Beziehen Sie Ihre Winterreifen dazu immer vom Fachhändler. Die Experten von Tyre-Pool beraten Sie gerne. Sind Sie in schneereichen Gegenden unterwegs, achten Sie zusätzlich auf das Schneeflocken-Symbol für besonders gute Ergebnisse bei winterlichen Verhältnissen.

Wie lange darf ich Winterreifen fahren?

Im Winter: Winterreifen
Im Winter: Winterreifen (© fotolia.de)

Bei der Winterreifenpflicht in Deutschland ist zu beachten, dass die StVO ganz bewusst keinen festen Zeitraum vorgibt. Der oft genannte Zeitraum „O bis O“, also von Oktober bis Ostern, ist im Falle von Winterreifen ein weit verbreiteter Irrglaube. Als grobe Orientierung ist „O bis O“ zwar durchaus sinnvoll. Sie sollten sich aber stets bewusst sein, dass Sie Ihren Wagen bei Eis, Schnee oder Glätte nicht fahren dürfen, wenn Sie keine Winter- oder Ganzjahresreifen aufgezogen haben. Diese Regelung gilt unabhängig von der Jahreszeit. Halten Sie sich nicht an diese Vorgabe, ist das eine Ordnungswidrigkeit, für die zwischen 60 und 120 Euro fällig werden. Zudem müssen Sie mit einem Punkt im Verkehrssündenregister in Flensburg rechnen.

Etwas komplizierter wird es beim Versicherungsschutz, denn der geht nicht automatisch verloren, wenn Sie bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen unterwegs sind. Entscheidend ist hier, dass die Versicherung dem Fahrer große Fahrlässigkeit nachweisen kann. Wären Sie also Mitte Dezember und bei durchgehender Schneedecke mit Sommerreifen unterwegs, könnte man das sicherlich als grob fahrlässig bezeichnen. In einem Fall, der 2015 vor dem Amtsgericht Mannheim verhandelt wurde, war die Lage eine andere und wurde daher vom Gericht auch anders bewertet. Ein Mann war Ende Oktober mit Sommerreifen unterwegs. Auf einer Brücke verlor er aufgrund von Glatteis die Kontrolle über seinen Wagen und verursachte einen Unfall. Das Gericht entschied, dass der Mann nicht grob fahrlässig gehandelt hatte, da an diesem Tag andere Brücken und Straßen in der Gegend eisfrei waren. Zudem lagen die Temperaturen in den Tagen zuvor noch deutlich höher. Es herrschten also keine durchgehend winterlichen Verhältnisse, sodass der Mann nach Auffassung des Gerichts nicht damit rechnen musste, auf vereister Fahrbahn unterwegs zu sein.

Wann genau Sie also Ihre Winterreifen aufziehen, ist letztlich eine Einschätzungssache. In der Regel ist es aber sinnvoll, die Reifen lieber etwas früher als zu spät zu montieren, selbst wenn Winterreifen eine geringfügig schlechtere Kraftstoffeffizienz als Sommerreifen aufweisen. So minimieren Sie das eigene Risiko und vermeiden einen möglichen Rechtsstreit mit Ihrer Versicherung – der wäre übrigens deutlich teurer als ein paar Euro mithilfe der etwas höheren Kraftstoffeffizienz von Sommerreifen zu sparen.
Achten Sie allerdings darauf, neuwertige Winterreifen möglichst nicht zu fahren, sollten die Temperaturen doch noch einmal unerwartet ansteigen. Laut Tests des ADAC weisen insbesondere Neureifen mit hoher Profiltiefe bei hoher Asphalttemperatur deutliche Schwächen beim Bremsweg auf.

Expertentipp

Solange Ganzjahresreifen das M+S-Symbol tragen, gelten sie im Sinne des Gesetzes als wintertauglich und können daher auch das ganze Jahr über gefahren werden.

Für wen gilt die Winterreifenpflicht?

Die Winterreifenpflicht gilt laut Gesetzestext nur für Kraftfahrzeuge. Anhänger sind daher von der Pflicht ausgenommen – allerdings ist es natürlich auch hier sinnvoll, auf eine den Witterungsverhältnissen angepasste Bereifung zu achten.

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Regelungen im EU-Ausland

Sichere Fahrt auch auf kurvigen Strassen
Sichere Fahrt auch auf kurvigen Strassen (© fotolia.de)

Die Regelungen im europäischen Ausland bezüglich der Winterreifenpflicht sind sehr unterschiedlich.

In Österreich müssen zum Beispiel Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen vom 1. November bis zum 15. April mit Winterreifen oder Schneeketten ausgestattet sein. Winterreifen müssen dabei eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern aufweisen. Die Pflicht gilt allerdings nur bei „tatsächlich winterlichen Straßenverhältnissen“.

In der Schweiz gibt es dagegen keine Winterreifenpflicht, allerdings kann bei Verkehrsbehinderungen, die durch ungeeignete Bereifung zustande kommen, ein Bußgeld verhängt werden, bei Unfällen erhält der Fahrer meist eine Mitschuld.

In Italien kann je nach Wetterlage kurzfristig eine Winterreifenpflicht angeordnet werden, lediglich in Südtirol dürfen Fahrzeuge bei winterlichen Verhältnissen grundsätzlich nur mit Winterreifen unterwegs sein. Im Aostatal gilt zudem vom 15. Oktober bis zum 15. April eine generelle, witterungsunabhängige Winterreifenpflicht.

In Frankreich kann, wie in Italien, je nach Witterungsverhältnissen kurzfristig eine Winterreifenpflicht festgelegt werden. Diese wird durch entsprechende Beschilderung bekanntgegeben.

In Tschechien gilt bei winterlichen Straßenverhältnissen vom 1. November bis zum 31. März eine Winterreifenpflicht, ebenso wie in Slowenien, wobei sich der Zeitraum hier vom 15. November bis zum 15. März erstreckt.

In Skandinavien sind die Regelungen ebenfalls uneinheitlich:

  • in Finnland gilt vom 1. Dezember bis zum 28. Februar eine generelle Winterreifenpflicht,
  • in Schweden besteht sie vom 1. Dezember bis zum 31. März, allerdings nur bei tatsächlichen winterlichen Straßenverhältnissen,
  • In Norwegen gibt es für Pkw keine Winterreifenpflicht, allerdings müssen Pkw mit Sommerreifen bei Schnee und Eis mit Schneeketten ausgerüstet werden.

Wie Sie sehen, sind die Vorschriften zur Winterreifenpflicht selbst im EU-Ausland sehr verschieden. Wenn Sie im Winter eine Reise ins Ausland planen, sollten Sie daher unbedingt Winterreifen aufziehen, da Sie so rechtlich in jedem Fall auf der sicheren Seite sind – ganz abgesehen davon natürlich, dass Winterreifen in dieser Zeit auch für Ihre eigene Sicherheit absolut empfehlenswert sind.

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Alternative und Ergänzung zu Winterreifen – Ganzjahresreifen und Schneeketten

Alle wichtigen Informationen zu und um Winterreifen finden Sie oben. Werfen wir nun einen Blick auf eine häufig gewählte Alternative: die Ganzjahresreifen. Eine Ergänzung sind zudem die häufig genutzten Schneeketten – entgegen eines noch immer verbreiteten Irrglaubens, sind sie aber kein adäquater Ersatz für Winterreifen.

Ganzjahresreifen: eine Alternative zu Winter- und Sommerreifen?

Die auch als Allwetterreifen bezeichneten Pneus stellen eine Mischform aus Winter- und Sommerreifen dar, und können, wie der Name schon sagt, das ganze Jahr über gefahren werden. Ganz wichtig dabei: Um Probleme bei einer Kontrolle zu vermeiden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es sich auch bei Ganzjahresreifen um M+S-Reifen handelt. Andernfalls sind sie rechtlich nicht für winterliche Straßenverhältnisse geeignet.

Vorteile von Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen sind in vielerlei Hinsicht eine attraktive Alternative zur wechselnden Bereifung mit Winter- und Sommerreifen. Sie sparen sich den Reifenwechsel im Frühjahr und im Herbst und müssen keine Reifen einlagern. Zudem entfallen lästige Wartezeiten bei einem Termin zum Reifenwechsel und Sie müssen keinen zweiten Satz Felgen anschaffen. Letzteres müssten Sie bei Winter- und Sommerreifen zwar auch nicht, aus Bequemlichkeits- und Kostengründen sind zwei Felgensätze hier aber inzwischen die Regel.

Nachteile von Ganzjahresreifen

Angesichts all dieser Vorteile fragen Sie sich vielleicht, wieso Ganzjahresreifen nicht viel weiter verbreitet sind. Als Mischform aus Winter- und Sommerreifen sind sie zwar für beide Jahreszeiten geeignet – letztlich aber stets ein Kompromiss. Gerade, da Ganzjahresreifen sowohl sommerlichen als auch winterlichen Witterungsverhältnissen gerecht werden müssen, reichen sie in ihren Eigenschaften nicht wirklich an Sommer- beziehungsweise Winterreifen heran. Insbesondere in Extremsituationen im Winter kann sich das bemerkbar machen und den Unterschied zwischen einem Beinahe-Zusammenstoß und einem Unfall bedeuten. Im Sommer müssen Sie mit Ganzjahresreifen aufgrund der weicheren Gummimischung vor allem mit einem etwas höheren Spritverbrauch und einem stärkeren Verschleiß rechnen. Dementsprechend ist die Verschleißgrenze bei Allwetterreifen meist schneller erreicht als bei Winter- und Sommerreifen. Der Kostenvorteil der Ganzjahresreifen wird dadurch teilweise hinfällig.

Für Fahrzeuge, die hauptsächlich im Stadtverkehr eingesetzt werden oder nur eine geringe Jahreslaufleistung haben, können Allwetterreifen aber eine preiswerte Alternative zur wechselnden Bereifung mit Sommer- und Winterpneus darstellen.

Ergänzung durch Schneeketten: Fahren Sie auf Nummer sicher

Schneeketten für mehr Kontrolle im Schnee
Schneeketten für mehr Kontrolle im Schnee (© fotolia.de)

Im Gegensatz zu Ganzjahresreifen, stellen Schneeketten keine Alternative, sondern eine Ergänzung zu Winterreifen dar. In Deutschland gibt es keine allgemeine Pflicht, Schneeketten aufzuziehen. Gerade in bergigen Gebieten können sie aber bei winterlichen Straßenverhältnissen durch entsprechende Straßenschilder vorgeschrieben werden. Sollten Sie es aufgrund der Witterungsverhältnisse für nötig halten – etwa, weil die Straße von einer geschlossenen Schneedecke verhüllt wird – können Sie in Deutschland aber auch freiwillig Schneeketten aufziehen. Gerade bei schneebedeckten Straßen mit einer Steigung ist das oft die einzige Möglichkeit, weiter voranzukommen.

Haben Sie Schneeketten aufgezogen, sollten Sie sich auf ein deutlich anderes Fahrverhalten Ihres Wagens einstellen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Höchstgeschwindigkeit bei aufgezogenen Schneeketten in Deutschland auf 50 Kilometer pro Stunde beschränkt.

Achten Sie beim Aufziehen von Schneeketten zudem darauf, dass die Ketten richtig sitzen – im Normalfall sollten sie etwa einen Fingerbreit Spiel auf der Lauffläche haben. Außerdem dürfen natürlich keine Kettenteile die Karosserie oder andere Teile des Autos berühren. Prüfen Sie den Sitz der Ketten am besten noch einmal nach kurzer Fahrt, um mögliche Schäden an Ihrem Fahrzeug zu vermeiden.

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Mythen rund um Winterreifen – und die Wahrheit

Es gibt verschiedene Behauptungen zu Winterreifen, die von vielen Autofahrern als unumstößliche Wahrheit angesehen werden. Aber was ist tatsächlich dran an diesen „Wahrheiten“?

Spritverbrauch, Fahrgeräusche - alles im Blick
Spritverbrauch, Fahrgeräusche - alles im Blick (©fotolia.de)

Wie so oft sind einige dieser Behauptungen zutreffend, andere wiederum nicht oder nicht vollumfänglich. Oft handelt es sich auch um Annahmen, die früher einmal stimmten, durch den technischen Fortschritt aber überholt sind.

  • Seit Langem gilt die Annahme „Winterreifen verursachen einen höheren Spritverbrauch als Sommerreifen“. Tatsächlich war es früher so, dass mit Winterreifen eine merklich schlechtere Kraftstoffeffizienz einherging. Durch die Kombination aus weicherer Gummimischung und ausgeprägtem Profil war ihr Rollwiderstand deutlich höher als der von Sommerreifen. Da die Überwindung des Rollwiderstands bis zu 20 Prozent der Antriebsenergie verschlingt, macht sich ein höherer Rollwiderstand natürlich schnell im Verbrauch bemerkbar. Inzwischen haben viele Winterreifen durch die immer bessere Abstimmung des Materials und eine technisch durchdachtere Lauffläche nur noch einen etwas höheren Rollwiderstand als Sommerreifen. Die Kraftstoffeffizienz nimmt durch Winterbereifung daher heute nur noch geringfügig ab. Allerdings tragen die elektrischen Verbraucher im Auto, beispielsweise Heizung und Beleuchtung, zu einem generell höheren Kraftstoffverbrauch im Winter bei.
  • Auch die Aussage, Winterreifen hätten einen geringeren Fahrkomfort und lautere Fahrgeräusche als Sommerreifen, ist inzwischen nicht mehr richtig. Bei den grobstolligen Winterreifen aus früheren Jahrzehnten traf die Aussage noch zu, inzwischen sind die Optimierungsmaßnahmen der Hersteller aber so weit fortgeschritten und die Unterschiede beim Aufbau aber so gering, dass sich weder bei den Laufgeräuschen noch beim Fahrkomfort ein nennenswerter Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen feststellen lässt.
  • Ebenfalls noch weit verbreitet ist der Mythos, mit Winterreifen könne man nicht schnell fahren. Dank Winterreifen mit einem Geschwindigkeitsindex von W oder Y lässt sich das sehr schnell widerlegen.
  • Leider glauben auch noch immer viele Autofahrer, dass bei Winterreifen eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern ausreichend sei. Hierbei handelt es sich allerdings nur um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe. Experten raten aber, Winterreifen deutlich früher auszutauschen, so auch die Profis von Tyre-Pool. In der Regel wird bei Winterpneus eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern empfohlen. Ist das Profil stärker abgefahren, verlieren sie ihre spezifischen Eigenschaften und bietet dann kaum bessere Bodenhaftung als normale Sommerreifen.
  • Richtig ist hingegen, dass Winterreifen im Sommer deutlich schneller verschleißen. Durch die weichere Gummimischung ist der Abrieb höher und das Profil schneller abgefahren. Zudem stellen Winterreifen im Sommer ein Sicherheitsrisiko dar, da der Bremsweg merklich länger wird. Wie stark dieser Effekt ausfällt, ist umstritten. Die Hersteller kommen hier auf Ergebnisse, die deutlich vorteilhafter für Winterreifen sind als etwa die Resultate des bereits erwähnten ADAC-Tests. In jedem Fall sollten Sie es aber vermeiden, bei sommerlichen Temperaturen mit Winterreifen zu fahren, da dies eindeutig zu Lasten der Fahrsicherheit geht.

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Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung von Winterreifen

Nachdem wir einige der bekanntesten Mythen zu Winterreifen entkräftet haben, soll es jetzt um ganz praktische Tipps bei der Lagerung von Winterreifen gehen. Zudem schauen wir uns an, wie Sie das Alter Ihrer Reifen bestimmen und wann die Haltbarkeitsgrenze erreicht ist.

Wie lange sind Winterreifen haltbar?

Im Allgemeinen hängt die Haltbarkeit von Winterreifen natürlich von der Intensität der Nutzung ab. Doch auch bei geringer Beanspruchung müssen Reifen nach einer gewissen Zeit ersetzt werden, da sich mit der Zeit die Eigenschaften der Gummimischung verschlechtern. Der ADAC empfiehlt, Reifen spätestens nach fünf bis sieben Jahren zu ersetzen, selbst wenn sie die Verschleißgrenze noch nicht erreicht haben. Wie alt ein Reifen ist beziehungsweise wann er hergestellt wurde, erkennen Sie anhand der DOT-Nummer auf der Flanke des Reifens. Bei Reifen, die ab dem Jahr 2000 produziert wurden, besteht sie aus einer vierstelligen Nummer, bei älteren Modellen ist sie dreistellig. Daneben enthält sie einige weitere Angaben zum Herstellungswerk und dem Hersteller. Reifen mit dreistelliger Nummer sollten Sie aufgrund des Alters nicht mehr verwenden. Die vierstellige Nummer gibt zunächst die Kalenderwoche und dann das Jahr der Produktion an. Ein Winterreifen mit der DOT-Nummer 2907 wäre also in der 29. Kalenderwoche des Jahrs 2007 hergestellt worden. Die DOT-Nummer ist auch beim Kauf von Winterreifen wichtig: Unter Umständen lagern die Reifen bereits länger beim Händler und könnten dann, gerade bei geringer Jahreslaufleistung, schon vor dem Erreichen der eigentlichen Verschleißgrenze unbrauchbar werden.

Winterreifen richtig lagern

Die richtige Lagerung entscheidet
Die richtige Lagerung entscheidet (© fotolia.de)

Bei der Lagerung von Reifen kommt es zunächst einmal darauf an, ob Sie nur den Reifen selbst einlagern wollen, oder aber das gesamte Rad, also den Reifen inklusive Felge. Werden nur die Reifen eingelagert, sollten diese stehend an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Sie sollten keinesfalls liegend übereinander gestapelt oder aufgehängt werden, da sie sich so mit der Zeit verformen und Schaden nehmen können. Um eine optimale Lagerung zu gewährleisten, empfehlen einige Experten, die Reifen alle sechs Wochen ein wenig zu drehen, um eine einseitige Belastung zu verhindern – andere sehen diese Maßnahme jedoch als überflüssig an. Hans-Jürgen Drechsler vom Bundesverband der Reifenhändler äußerte sich beispielsweise wie folgt dazu: „Man kann die Fürsorge auch übertreiben.“ Ob Sie Ihre eingelagerten Reifen also drehen oder nicht, bleibt Ihnen überlassen – schaden kann es aber nicht.

Lieber stehend, als liegend lagern
Lieber stehend, als liegend lagern (© fotolia.de)

Kompletträder bestehend aus Reifen und Felge sollten idealerweise an einer Wand oder auf einem Felgenbaum aufgehängt werden, alternativ können Sie sie aber auch liegend übereinander einlagern, wobei diese Methode, ähnlich wie das Drehen der Reifen, umstritten ist. Der ADAC empfiehlt eine liegende Lagerung übereinander, während einige Hersteller davon abraten, da die Reifen dadurch Schaden nehmen könnten. Mit einem Felgenbaum oder einer Aufhängung an der Garagen- oder Kellerwand machen Sie definitiv nichts falsch. Erhöhen Sie bei Kompletträdern vor der Einlagerung den Druck um 0,25 bis 0,5 Bar, denn sie verlieren auch dann Luft, wenn sie nicht genutzt werden, und können sich bei einem zu niedrigen Druck verformen.

Expertentipp

Achten Sie bei der Lagerung von Reifen und Rädern unbedingt darauf, dass das Gummi nicht mit Öl, Benzin, Fett oder Lösungsmitteln in Kontakt kommen kann. Ist der Reifen diesen Stoffen nämlich über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, kann er komplett unbrauchbar werden. Sie sollten den Reifenwechsel außerdem dazu nutzen, alle Reifen auf Schäden und eine ausreichende Profiltiefe zu prüfen. Haben sich Beulen in der Karkasse gebildet? Sind Risse oder Schnitte vorhanden? Dann könnte der Reifen nicht mehr verkehrssicher sein und sollte ausgetauscht werden. Ist der Reifen einseitig abgenutzt? Dann muss unter Umständen die Spur des Wagens neu eingestellt werden. Entfernen Sie auch kleine Steinchen oder andere Fremdkörper, die sich im Profil festgesetzt haben. Vergessen Sie außerdem nicht, die Reifen entsprechend der Montageposition zu markieren, beispielsweise mit „VL“ für „vorne links“ oder „HR“ für „hinten rechts“. Nutzen Sie dazu am besten Kreide oder einen weißen Wachsstift und schreiben Sie direkt auf die Lauffläche. So ist die Markierung gut zu erkennen und fährt sich innerhalb kürzester Zeit ab, wenn der Reifen wieder verwendet wird.

Durch die Markierung ist sichergestellt, dass die Reifen wieder auf der richtigen Seite angebracht werden, denn einmal links montierte Reifen dürfen nicht für die rechte Seite verwendet werden und umgekehrt. Ein paarweiser Achstausch ist dagegen möglich, Sie können die Vorderreifen hinten montieren und die Hinterreifen vorne. Der ADAC empfiehlt einen solchen Tausch alle 10.000 Kilometer, um eine gleichmäßige Abnutzung sicherzustellen. Bei Winterreifen sollten Sie allerdings die weniger stark abgefahrenen Reifen vorne montieren, da die Vorderachse für die Lenkung des Fahrzeugs verantwortlich ist und bei einem Bremsmanöver mehr Last aufnimmt. Entsprechend ist es hier besonders wichtig, dass Winterreifen mit gutem Bodenkontakt vorhanden sind.

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Reifen selbst wechseln – und Geld sparen

Wir haben bisher der Einfachheit halber vom Reifenwechsel gesprochen, obwohl das in vielen Fällen nicht ganz zutreffend ist. Bei einem echten Reifenwechsel müssen nämlich die Sommerreifen von der Felge ab- und die Winterreifen aufmontiert werden (oder umgekehrt). Das ist grundsätzlich natürlich möglich, allerdings ist es auch recht aufwändig und zudem nur in der Werkstatt machbar. Daher schaffen sich viele Fahrer, wie bereits erwähnt, zusätzlich zum zweiten Reifensatz auch einen weiteren Satz Felgen an. So können die Räder einfach ab- und wieder anmontiert werden. Das ist wesentlich unkomplizierter als ein Reifenwechsel und auch ohne Spezialwerkzeug oder besondere Kenntnisse möglich. Sie benötigen lediglich ein Radkreuz oder einen Steckschlüssel, einen Wagenheber – beides gehört bei vielen Fahrzeugen zur Ausstattung – sowie einen Drehmomentschlüssel, den Sie kostengünstig im Baumarkt bekommen.

Wechseln Sie Ihre Reifen rechtzeitig
Wechseln Sie Ihre Reifen rechtzeitig (© fotolia.de)

Lockern Sie zunächst die Bolzen des Rads über Kreuz, ohne sie aber zu stark zu lösen oder gar vollständig herauszudrehen. Heben Sie den Wagen dann mit dem Wagenheber so weit an, dass das Rad gerade den Kontakt zum Boden verliert. Achten Sie dabei darauf, den Wagenheber an der im Bordhandbuch angegebenen Stelle anzusetzen, damit das Fahrzeug sicher angehoben werden kann. Legen Sie zudem einen Gang ein, damit das Auto nicht wegrollt.

Entfernen Sie nun die Bolzen, nehmen Sie das Rad ab und setzen Sie das neue Rad auf. Beachten Sie dabei die Kennzeichnung der Räder (links/rechts, vorne/hinten) und gegebenenfalls die Laufrichtung. Setzen Sie die Bolzen dann wieder ein und ziehen Sie sie über Kreuz an (aber noch nicht fest). Dann lassen Sie den Wagen wieder so weit herunter, dass der Reifen gerade so den Boden berührt, und fixieren die Bolzen mit Hilfe des Drehmomentschlüssels. Die dafür erforderliche Kraft entnehmen Sie ebenfalls dem Bordhandbuch. Zu guter Letzt kontrollieren Sie den Luftdruck und nach circa 50 Kilometer Fahrt noch einmal den Sitz der Bolzen.

Ein eigenhändiger Wechsel der Reifen ist allerdings nicht bei allen Fahrzeugen möglich. Autos mit einem direkten Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) besitzen Sensoren am Rad, die von einem Profi überprüft und gewartet werden müssen. Ein Radwechsel zuhause scheidet hier also aus. Da seit November 2014 alle in der EU verkauften Neuwagen mit einem RDKS ausgestattet sein müssen, betrifft dies vor allem neuere Modelle, aber auch Fahrzeuge aus dem oberen Preissegment. Nicht jedes RDKS verhindert aber einen eigenhändigen Radwechsel, da es neben direkten auch indirekte Systeme gibt, die auf Daten von den ohnehin im Fahrzeug vorhandenen Sensoren zurückgreifen. Prüfen Sie gegebenenfalls im Bordhandbuch oder auf der Internetseite des Herstellers, welche Art von RDKS in Ihrem Wagen verbaut ist. Gerne beraten Sie auch die Experten bei Tyre-Pool.

Bei einer Reifenpanne können Sie natürlich auch bei einem direkten Reifendruck-Kontrollsystem das Rad wechseln. Allerdings sollten Sie das System im Anschluss schnellstmöglich – am besten bei der Montage des neuen Reifens – von einem Fachmann prüfen und neu einstellen lassen.

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Mit dem Wintercheck bestens vorbereitet in die kalte Jahreszeit

Mit einem Wechsel zu Winterreifen haben Sie schon einmal einen wichtigen Schritt getan, um Ihr Auto für den Winter vorzubereiten. Damit ist es allerdings noch nicht erledigt. Lassen Sie am besten in einer Werkstatt die Batterie Ihres Wagens sowie den Kühler-Frostschutz überprüfen. Alternativ können Sie die Batterie mit einem Ladegerät auch selbst laden und mit einer Frostschutzspindel den Frostschutzmittel-Anteil im Kühlmittel prüfen. Zudem sollten Sie die Scheibenreinigungsanlage mit einem wintertauglichen Reinigungsmittel befüllen, denn durch Frost können Behälter und Pumpe Schaden nehmen. Checken Sie auch die Wischerblätter, denn sie sind im Winter besonderen Belastungen ausgesetzt.

Machen Sie den Wintercheck
Machen Sie den Wintercheck (© fotolia.de)

Da ein korrekter Reifendruck sowohl für den Verbrauch als auch für die Fahrsicherheit wichtig ist, sollten Sie ihn im Winter einmal wöchentlich überprüfen und gegebenenfalls an die Witterung anpassen. Bei lang anhaltender Kälte ist es empfehlenswert, die Angaben des Herstellers um 0,2 bis 0,3 Bar zu überschreiten, um einen ausreichenden Luftdruck im Winterreifen zu erreichen.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, sich im Vorfeld für möglichst breite Winterreifen zu entscheiden, wenn Sie erwarten, häufig auf Schnee und Eis unterwegs zu sein – natürlich nur, sofern die Reifen für Ihr Fahrzeug zulässig sind. Im Gegensatz zu regennasser Fahrbahn sind breite Winterreifen bei Schnee und Eis nämlich in jedem Fall ein Vorteil, da die breitere Lauffläche für einen besseren Bodenkontakt sorgt.

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Wie finden Sie den besten Winterreifen für Ihr Auto?

Sie wissen inzwischen zwar schon recht viel über Aufbau, Funktion, Pflege und Lagerung von Winterreifen. Trotzdem kann es für Sie noch immer schwierig sein, ganz allein den besten Reifen für Ihr Fahrzeug zu finden. Dafür sind nämlich umfangreiche Tests nötig, die die Möglichkeiten einer Privatperson bei Weitem übersteigen. Zum Glück gibt es unabhängige Tester, beispielsweise den ADAC oder die Stiftung Warentest, die in regelmäßigen Abständen großangelegte Überprüfungen durchführen. So hat der ADAC für die Saison 2015/2016 Winterreifen in zwei weit verbreiteten Größen getestet: 165/70 R14 T für Kleinwagen sowie 205/55 R16 H für Mittelklassewagen.

Sieger bei den Winterreifen für Kleinwagen waren:

Günstige Preise für Winterreifen sichern
Günstige Preise für Winterreifen sichern (© fotolia.de)

Alle drei erhielten das Testurteil „gut“. Die Reifen konnten allesamt auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee und Eis überzeugen, der Michelin erhielt zudem beim Verschleiß die Note „sehr gut“, während die anderen beiden Reifen nur auf „gut“ kamen.

Bei den Winterreifen für die Mittelklasse konnte mit dem Gesamturteil „gut“ vor allem der Continental WinterContact TS 850 und der Yokohama W.drive V905 überzeugen, die ebenfalls auf allen Untergründen gute Ergebnisse lieferten.

Neben diesen Tests können Sie sich auch an den Beiträgen von Fachzeitschriften orientieren. Meist veröffentlichen diese im Frühjahr und im Herbst großangelegte Berichte zu Sommer- beziehungsweise Winterreifen und nehmen dabei verschiedene Modelle genauer unter die Lupe. Da aufgrund der Vielzahl an Größen und Modelle kein Test wirklich alle Reifen untersuchen kann, lohnt es sich auch, die Empfehlungen des Herstellers Ihres Wagens zu prüfen.

Zusätzlich können Sie sich natürlich immer vom Fachhändler Ihres Vertrauens beraten lassen – wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Expertentipp

Der beste Zeitpunkt, um Winterreifen zu kaufen, ist nicht etwa das Frühjahr, wie viele Leute denken, sondern der Zeitraum von Ende September bis Anfang November. In dieser Zeit ist der Reifenmarkt besonders heiß umkämpft, sodass viele Händler auf Sonderangebote, Rabatte und Bonusaktionen setzen, um Kunden für sich zu gewinnen. In der Zeit von April bis Juni ziehen die Preise dagegen an – hier lohnt es sich zu warten.

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Auch bei Mietwagen auf Winterreifen achten

Es mag banal klingen, aber auch bei einem Mietwagen sollten Sie in der kalten Jahreszeit darauf achten, dass er mit Winterreifen ausgestattet ist. Zum einen hängt davon Ihre Sicherheit ab. Zum anderen sind Sie auch als Fahrzeugführer für eine passende Bereifung verantwortlich und müssen für ein eventuell verhängtes Bußgeld aufkommen. Bei den meisten großen Autovermietungen und auch bei Werkstattwagen können Sie sich zwar darauf verlassen, dass an den Fahrzeugen rechtzeitig Winterreifen montiert werden – aber überall können auch einmal Fehler passieren. Werfen Sie daher vor Fahrtbeginn einen Blick auf die Reifen. Haben sie das M+S- und am besten noch das Schneeflocken-Symbol, können Sie beruhigt einsteigen und losfahren. Andernfalls sollten Sie den Wagen direkt reklamieren und einen anderen verlangen, der mit Winterreifen ausgestattet ist.
Achtung: Autovermietungen sind zwar verpflichtet, ein fahrbereites und verkehrssicheres Fahrzeug bereitzustellen, aufgrund der Vertragsfreiheit können sie für die Winterreifen aber Zusatzkosten berechnen. Darauf muss der Mieter dann allerdings explizit hingewiesen werden.

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